Der spanische Soziologe Manuel Castells erhält für seine Forschungen über Städte, Globalisierung und Medien den hoch dotierten norwegischen Holberg-Preis. Castells ist unter anderem für sein dreibändiges Werk "Das Informationszeitalter" bekannt.
"Seine Ideen und Schriften haben unser Verständnis von der politischen Dynamik in urbanen und globalen Volkswirtschaften in der vernetzten Gesellschaft geprägt", teilte die Jury am Donnerstag mit. Der Holberg-Preis ist mit umgerechnet 710'000 Franken dotiert und wird am 6. Juni in Bergen, im Westen Norwegens, verliehen.
Der 1942 im Südosten Spaniens geborene Soziologe Castells lehrt unter anderem an der University of Southern California in Los Angeles. Ausserdem hält er eine Forschungsprofessur an der Universitat Oberta de Catalunya in Barcelona und ist emeritierter Professor an der University of California in Berkeley. Der Holberg-Preis wurde 2003 geschaffen. Er erinnert an den dänisch- norwegischen Autor und Dramatiker Ludvig Holberg (1684-1754). Zu den Trägern gehört der Philosoph Jürgen Habermas. (sda/dpa)

