21.09.2020

Zurückhaltung steigt

Kultur-Fans bleiben wegen Corona daheim

Eine Befragung des Bundesamts für Kultur zeigt: 42 Prozent wollen Besuche nicht vor 2021 wieder aufnehmen.
Zurückhaltung steigt: Kultur-Fans bleiben wegen Corona daheim
Trotz strenger Schutzkonzepte: Viele Kulturinstitutionen wie Theater, Opern oder Konzerthäuser müssen mit geringerem Besucherinteresse rechnen. (Bild: Pixabay.com)

Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung will Kulturbesuche erst wieder aufnehmen, wenn die Corona-Krise endgültig vorbei ist. Das ergab eine Befragung, die im Auftrag des Bundesamts für Kultur (BAK) und der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK) Ende August durchgeführt wurde.

Damit hat die Zurückhaltung gegenüber einer ersten Umfrage Anfang Juni zugenommen, wie das Bundesamt für Kultur am Montag mitteilte. Damals wollte nur ein Viertel der Bevölkerung mit Kulturbesuchen bis zum Ende der Krise warten.

42 Prozent der Befragten wollen Kulturbesuche nicht vor 2021 wieder aufnehmen. Bei der ersten Befragung waren es 22 Prozent. Einige Unterschiede zeigen sich bei der Art der Kulturangebote. So wollen zurzeit 36 der Befragten nicht vor 2021 ein Museum oder eine Ausstellung besuchen. Der Anteil mit Blick auf Vorstellungen wie Konzerte, Theater, Oper oder Tanz beträgt dagegen 43 Prozent.

Die Forderung nach Schutzmassnahmen in kulturellen Institutionen ist stärker ausgeprägt als Anfang Juni. Damals befürworteten 36 Prozent der Bevölkerung ein Maskenpflicht. Zurzeit stösst das Maskenobligatorium in geschlossen Räumen bei 65 Prozent auf Zustimmung. Auch die Akzeptanz von Besucherlisten stieg deutlich von 25 auf 43 Prozent.

86 Prozent der Befragten halten den Kultursektor für gefährdet. Dabei ist der Anteil jener, die die Kulturbranche für stärker gefährdet als andere Berufsgruppen halten, in der Romandie (51 Prozent) und der italienischsprachigen Schweiz (48 Prozent) deutlich höher als in der Deutschschweiz (37 Prozent). (sda/eh)



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