09.01.2007

Max Loong

"Music Star"-Moderator überzeugt Experten nicht

Roman Kilchsperger eine Fehlbesetzung?

Der neue "MusicStar"-Moderator Max Loong hinterliess bei seinem Debüt einen zwiespältigen Eindruck. Laut 20 Minuten war er zwar "charmant und sympathisch", wer ihn von Viva her kenne, sei aber enttäuscht über seine flache Moderationsvorstellung. Auch die Experten sind sich uneinig über Loongs Leistung. "Max muss seine Form noch finden", sagte Roger Kuster, stellvertretender Chefredaktor von TV Star gegenüber der Pendlerzeitung. Er habe seine Moderation vernuschelt und müsse daran noch arbeiten.

Werber Frank Baumann ist vom neuen Moderator ebenfalls noch nicht überzeugt. "Er wollte wohl das Mikrofon neu erfinden, so sehr kreischte er da hinein". Der TagesAnzeiger war gar der Meinung, Loong klinge wie ein "bellender Hund". Weltwoche-Kolumnist Gion Mathias Cavelty vergleicht Loong derweil mit dem männlichen Pendant der Barbie: "Der Schweizer Ken ist geboren". Lob gabs hingegen von Jubaira Bachmann, der ehemaligen Kollegin bei Viva, die den MusicStar-Moderator "sehr charmant" fand.

Im Blick äusserste sich Loong persönlich zu seinem ersten Auftritt. "Ich bin insofern zufrieden, als es keine grössere Panne gab". Aber er werde seinen Stil sicher noch mehr einbringen. Das sei eine Frage der Zeit. Die Kritik an seiner Person kann Loong nachvollziehen. "Ich habe halt immer noch meinen Stil vom Musik-TV, den muss ich sicher noch ans 'MusicStar'-Publikum anpassen".

Bessere Kritik gab es für Loongs Moderations-Partnerin Andrea Jansen. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Nina Havel sei sie ein einziger Lichtblick gewesen. Sie habe die Eröffnungsshow solide moderiert, schreibt 20 Minuten. Der Tages-Anzeiger fand allerdings auch für Jansen kritische Worte. "Sie durfte noch gar nichts tun, ausser stolze Eltern im Publikum zu interviewen", hiess es.

Blick: Roman Kilchsperger ist Fehlbesetzung

In der Kritik stehen aber nicht nur die Moderatoren, sondern auch die Jury. "Von Musik und Tanz hat er keinen blassen Schimmer", schreibt der Blick über "MusicStar"-Juror Roman Kilchsperger. Als Moderator sei er noch witzig, schlagfertig und frech gewesen, aber als Jurymitglied sei der 36-jährige eine Fehlbesetzung. Statt den Auftritt des Hoffnungs-Kandidaten Mike zu beurteilen, habe er bloss von "den rausgeflogenen Argentiniern und den Franzosen ohne Goal" bei der Fussball-WM 2002 gefaselt. Der TagesAnzeiger teilt diese Meinung: "Was Roman Kilchsperger auf dem Jury-Sofa soll, ist unklar: Der Mann kann wirklich nicht über Musik reden."

Auch Detlef D! Soost kommt beim Blick schlecht weg. Er sei vom Dobermann zum Schosshündchen mutiert, seine Voten seien ohne Biss und er finde alle Kandidaten plötzlich "wunderbar". Dieselben Beobachtungen machte auch der TagesAnzeiger. Der Castingshow-süchtige Juror sei freundlicher denn je. Seine Rolle als Vater habe ihn ruhiger, rührseliger und tatsächlich eine Spur analytischer gemacht.

Haben noch nicht überzeugt: Max Loong und Andrea Jansen.



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