28.02.2013

Swiss Music Awards

"Musik ist überall, wenn man hinhört"

Interview mit Oliver Rosa, dem Executive Producer der grossen Schweizer Musikshow und Preisverleihung.
Swiss Music Awards: "Musik ist überall, wenn man hinhört"

Herr Rosa, morgen Freitag finden die Swiss Music Awards statt, der Event, den Sie seit 2007 organisieren. Wie ist Ihr Gemütszustand so kurz vor dem für Sie – zumindest beruflich – wichtigsten Tag des Jahres?
Soweit so gut. Die Prioritäten haben wir im Griff. Den Rest dann auch – bis morgen.

Die Show wird heuer zum zweiten Mal live übertragen. Wieso sollten sich Herr und Frau Schweizer das anschauen? Was bieten Sie ihnen?
Der Vielfalt und Kreativität des Schweizerischen Musikschaffens wegen. An den Swiss Music Awards gibt es echte Emotionen und internationale Topacts wie Hurts und Die Toten Hosen live über den Bildschirm, hautnah.

Erklären Sie uns nochmal genau: Wie werden die Nominationen aufgestellt? Was sind die Kriterien?
Aus den fünf erfolgreichsten Künstlern pro Genre, wählt eine Academy – bestehend aus rund 50 Branchenexperten – jeweils die Nominierten. Der bestverkaufende Act ist dabei gesetzt.

Die Show wird von Jahr zu Jahr leicht modifiziert. Was ist dieses Jahr neu?
Neu sind hauptsächlich die beiden Kategorien "Best Act Romandie" und "Best Live Act National". Letztere im Namen unseres neuen Presenting Partners Migros, welcher die SMA in den nächsten drei Jahren begleiten wird.

Welche Rolle hat Dieter Meier?
Dieter Meier spielt mit seinem neuen Projekt Out Of Chaos ein kurzes Set an der Aftershowparty. Wie auch Tambour Battent, ein spannender DJ Act aus Marseille.

Mit dem Ehrenpreis wird Claude Nobs geehrt. Wie würden Sie seine Leistung in drei Sätze packen?
Er hat die Schweiz auf die musikalische Weltkarte gesetzt. Und das mit aufrichtiger Leidenschaft für sein Tun. Claude war selbst ein Künstler.

Was ist die grösste Herausforderung bei der Durchführung? Zittern Sie, ob die internationalen Stars überhaupt kommen?
Nein, gar nicht. Höhere Gewalt ausgeschlossen, mache ich mir dazu keine Gedanken. Es sind kleine Dinge, die einen grossen Anlass zum Erliegen bringen können. Der Teufel liegt bekanntlich im Detail.

Mal abgesehen davon, wer nun die Preise absahnt: Welche Schweizer Acts haben sich in Ihren Augen in den letzten zwölf Monaten hervorgetan?
Zum Beispiel Bastian Baker. Er hat zuerst die Schweizer Sprachgrenzen und inzwischen auch die Landesgrenzen überwunden. Ein Senkrechtstarter. Oder Eluveitie, die weltweit ein Konzertpublikum begeistern mit ihrer einzigartigen und innovativen Musik.

Über welche Kanäle entdecken Sie persönlich eigentlich Musik?
Ganz unterschiedlich. Im Radio, im Web, durch Freunde in einer Bar. Musik ist überall, wenn man hinhört.


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