30.01.2007

DSDS

Rausgeflogener Kandidat enthüllt pikante Details

"Selbst der kleinste Freudenschrei ist inszeniert".

Alles nur Fake: In einem Interview mit dem Internetmagazin "Fudder" enthüllte der ehemalige Kandidat Allan Garnelis pikante Details zur Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar". So erzählte er beispielweise, dass den Zuschauern vorgegaukelt würde, die Show sei frisch aufgezeichnet -- obwohl die 20 Finalisten längst feststünden.

"Das stimmt", sagt RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer gegenüber Spiegel Online. "Wir haben im August mit den Aufzeichnungen des Castings begonnen. Der Recall fand Anfang Dezember in Berlin statt. Seitdem stehen die Finalisten fest. Mitte Februar beginnen die Live-Shows, bei denen die Zuschauer mit abstimmen dürfen."

Schon die vergangenen drei Staffeln liefen nach dem gleichen Prozedere. "So sind nun mal die Produktionsbedingungen. Deshalb müssen die Teilnehmer einen Vertrag unterschreiben, in dem sie RTL gegenüber Stillschweigen zusichern“, verteidigt Eickmeyer die Vorgehensweise. Es sei gegenüber den Zuschauern sonst unfair, wenn das Ergebnis der Castings vorher bekannt werde.

Allan Garnelis schienen die Zuschauer und die Verschwiegenheitsklausel egal zu sein. Der 29-Jährige schaffte es als einer von den 28'597 Kandidaten zu den letzten 40. Er wird demnach am kommenden Samstag im Recall zu sehen sein -- obwohl er im Dezember längst rausgeflogen ist.

Alles inszeniert

Allan Garnelis wirft RTL ausserdem vor, alles inszeniert zu haben -- selbst den kleinsten Freudenschrei. Wenn den Kameraleuten eine Szene zu actionlos gewesen sei, so mussten sich die Kandidaten auf Kommando nochmals freuen -- laut Garnelis manchmal dreimal hintereinander. Da komme man sich total blöd vor. RTL wiegelt ab: "Das lag an einer Tonstörung oder einem anderen technischen Fehler."

Auch jede andere Gefühlsregung gehörte vor die Kamera, ärgert sich Allan Garnelis. Als er sich nach seinem Rausschmiss heulend in eine Garderobe gesetzt hatte, näherten sich die Kameramänner. Garnelis gibt zwar zu, dass der Umgang stets menschlich war, im ersten Moment habe er aber nur gedacht: "Verpisst euch".


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