Der Filmemacher Peter Liechti ist am Freitag im Alter von 63 Jahren in Zürich nach langer Krankheit gestorben, wie die "Neue Zürcher Zeitung" am Montag berichtet. Er hinterlasse das "bedeutendste filmkünstlerische Oeuvre der Schweiz der letzten zwanzig Jahre", schreibt Christoph Egger.
Sein letzter Film, "Vaters Garten - die Liebe meiner Eltern", gewann dieses Jahr den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm und weitere Auszeichnungen. Auch mit seinem vorletzten Werk, "The Sound of Insects", in dem er einen freiwilligen Hungertod protokolliert, sorgte er für Aufsehen und gewann 2009 unter anderem den Europäischen Filmpreis.
Peter Liechti, 1951 in St. Gallen geboren, war nach einer Ausbildung als Zeichenlehrer und einigen Semestern Medizin und Kunstgeschichte ab 1986 als freier Filmschaffender - als Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Produzent - tätig.
Unter seinen rund 20 Werken sind Dokumentar-, aber auch Essay-, Musik- und Experimentalfilme. Einige davon entstanden in Zusammenarbeit mit dem Appenzeller Künstler Roman Signer, darunter Liechtis erster Kinofilm "Signers Koffer" von 1995. (lmy)
Bild: www.peterliechti.ch

