Der von der Stadt Zürich auf Antrag der Max-Frisch-Stiftung ausgerichtete Max-Frisch-Preis für das Jahr 2014 geht an den österreichischen Schriftsteller Robert Menasse. Der Stiftungsrat zeichnet damit ein "breit gefächertes Werk" aus, das "auf herausragende Weise literarische Meisterschaft, intellektuelle Schärfe, politisches Engagement und historisches Bewusstsein vereint", wie es in einer Mitteilung heisst.
Der 1996 begründete Max-Frisch-Preis wird im Andenken an den 1991 in Zürich verstorbenen Schriftsteller an Autorinnen und Autoren verliehen, "deren Arbeit in künstlerisch kompromissloser Form Grundfragen der demokratischen Gesellschaft thematisiert", wie das Reglement formuliert. Bisher ging der Preis an Tankred Dorst (1998), Jörg Steiner (2002), Ralf Rothmann (2006) und Barbara Honigmann (2011, in Abweichung vom vierjährigen Turnus zum Gedenken an den 100. Geburtstag Max Frischs).
Menasse hat ein breites Werk vorgelegt, das sowohl Romane wie Essays umfasst. Ende 2013 hielt er mehrere Vorträge in der Schweiz zum Thema Europa und EU. Der Preis wird am 11. Mai 2014 in einer öffentlichen Feier im Schauspielhaus Zürich übergeben.(pd)

