Der Film hätte laut Nau.ch am 14. Mai auf SRF gezeigt werden sollen – gut zwei Wochen vor dem Start der Eishockey-Heim-WM in der Schweiz. SRF begründete den Entscheid damit, dass unter den gegebenen Umständen keine Voraussetzungen für eine Weiterführung und Ausstrahlung bestünden. Der Film sei zum Zeitpunkt des Entscheids noch nicht fertiggestellt gewesen.
Hinter dem Dok-Film steht laut Nau.ch nicht SRF-Journalist Pascal Schmitz, sondern der erfahrene Regisseur Michael Bühler. Die Dreharbeiten liefen seit Sommer 2025 und führten das Kamerateam unter anderem an die Euro Hockey Tour in Finnland sowie an die Olympischen Spiele 2026 in Mailand. Rund 40 Minuten sollen bereits geschnitten sein.
Fischer zog gemäss Nau.ch seine Aussagen aus dem Film zurück, nachdem der Skandal um sein gefälschtes Covid-Zertifikat publik geworden war. Auch der Verband ging auf Distanz. SRF behält das Material vorerst auf, eine spätere Wiederverwendung sei grundsätzlich möglich, derzeit jedoch nicht geplant.
Auslöser der Affäre war ein Mittagessen zwischen Fischer und Schmitz, der für einen «10 vor 10»-Beitrag vor Ort war. Dabei hatte Fischer dem Journalisten von seiner Reise an die Olympischen Spiele 2022 in Peking mit einem gefälschten Covid-Zertifikat erzählt.
Mitte April machte Fischer seine Verurteilung – eine Geldstrafe von rund 39'000 Franken – selbst publik, noch bevor SRF berichten konnte. In der Folge verlor er seinen Posten als Nationaltrainer (persoenlich.com berichtete). Schmitz wurde inzwischen von der TV-Kamera abgezogen, nachdem rassistische Facebook-Posts aus seiner Vergangenheit aufgetaucht waren. (cbe)

