03.05.2019

Tag der Pressefreiheit

Unesco zeichnet inhaftierte Journalisten aus

Sie wurden bei Recherchen zur Rohingya verhaftet. Nun erhalten die Reuters-Reporter den Pressefreiheits-Preis.
Tag der Pressefreiheit: Unesco zeichnet inhaftierte Journalisten aus
Die Frauen der inhaftierten Reporter sprachen zum Tag der Pressefreiheit in Myanmar (v.l.): Chit Su Win und Pan Ei Mon. (Bild: Keystone)

Zwei in Myanmar inhaftierte Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters haben am Donnerstag eine Auszeichnung der Vereinten Nationen erhalten. Die Uno-Kulturorganisation Unesco zeichnete Wa Lone und Kyaw Soe Oo mit dem den Guillermo-Cano-Preis aus.

Den Pressefreiheits-Preis nahm Thura Aung, einer von Wa Lones Brüdern während einer Feierstunde in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba in ihrem Namen entgegen. «Die beiden Reporter wollten nur ihre Arbeit machen. Sie waren wirklich Reporter», sagte Thura Aung.

Den beiden Journalisten aus Myanmar, die zu jeweils sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden sind, wird zur Last gelegt, sich bei Recherchen über Militärverbrechen an Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya im Dezember 2017 illegal geheime staatliche Dokumente beschafft zu haben (persoenlich.com berichtete). Sie bestreiten die Vorwürfe. Nach ihrer Darstellung wurden sie von Militärs in eine Falle gelockt.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 3. Mai auf Vorschlag der Unesco im Jahr 1993 zum Welttag der Pressefreiheit erklärt. Den ersten Welttag der Pressefreiheit gab es 1994. Seit 1997 verleiht die Unesco an diesem Tag den Guillermo-Cano-Preis zum Gedenken an den ermordeten kolumbianischen Journalisten. (sda/log)



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