26.06.2025

G&G

Viel Prominenz, noch mehr Emotionen

Mit einem Brief von Ursula Andress hat sich die Promiszene von «G&G» verabschiedet – und damit von 20 Jahren People-Journalismus im Schweizer Fernsehen. Rund 200 Personen nahmen an einer inoffiziellen Abschiedsparty teil, darunter auch internationale Prominenz.
G&G: Viel Prominenz, noch mehr Emotionen
Haben das Aus von «G&G» zelebriert (v.l.): Claudio Righetti vom Chalet Muri, «G&G»-Leiterin Paola Biason und Moderator Michel Birri. (Bilder: Yann Ruh / Peak.Swiss)

Der inoffizielle Abschiedsanlass von «G&G» im legendären Berner Chalet Muri vom Dienstag hatte das, was die abgesetzte Sendung auszeichnete: viel Prominenz, viele Emotionen und fast noch mehr Tränen. Der landesweit bekannte Berner Galerist und Ex-Politiker Claudio Righetti lud die Schweizer Promiszene ein, um nochmals dem People-Magazin «G&G» zu huldigen, bevor dieses am Wochenende definitiv vom Bildschirm verschwinden wird. Am Freitag wird die letzte reguläre «G&G»-Sendung ausgestrahlt, am Sonntag ein Abschiedsfilm mit dem Titel «G&G – Der letzte Schrei».

Zu den Gästen zählten Showgrössen wie Marianne Cathomen, die Zürcher Mitte-Politikerin Kathy Ricklin, Country-Hoffnung und Prix-Walo-Gewinner Florian Fox, Manager Albi Matter, Prix-Walo-Chefin Monika Kaelin, Jet-Set-Lady Vera Dillier, Sängerin Natacha, Schlangenfrau Nina Burri, Radiomoderator Dani Fohrler, die ehemaligen Ringier-Journalisten Ursula Litmanowitsch (Blick) und Harry Bredies (SI), ESC-Kommunikationschef Edi Estermann oder Globetrotter-Chef André Lüthi. Vom aktuellen Team nahmen Chefin Paola Biason, Moderator Michel Birri und Filmexperte Philippe Klemenz teil.

Stargäste aber waren Deutschlands grösster TV-Produzent Werner Kimmig («Helene Fischer Show»), der eigens aus Süddeutschland angereist war, und Schlagerikone Paola Felix, die zuletzt beim ESC-Finale in Basel nochmals mit einem Liveauftritt brillierte. Begleitet wurde sie von ihrem Bruder, dem bekannten Werber Luigi Del Medico, der in der Nähe von Muri lebt.

Die Stimmung war melancholisch, der Entscheid der SRF-Leitung, die Sendung aus dem Programm zu kippen, stiess bei den Anwesenden auf Unverständnis, so auch bei Ex-SI-Chefredaktor Peter Rothenbühler, der den People-Journalismus in der Schweiz salonfähig machte.

Ursula Andress schreibt einen Brief

Organisator Claudio Righetti betonte in seiner Begrüssungsansprache, die er gewohnt auf dem Radiator abhielt, den man bei dieser Hitze aber nicht brauchte, dass «G&G» in den vergangenen 20 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil des Schweizer Gesellschaftslebens geworden sei. Künftig würde dieser von der SRF nicht mehr abgedeckt. Gerade vom Gesellschaftsleben der «Hauptstadt» – und dies meinte er durchaus ernsthaft – werde man künftig ausserhalb der Berner Stadtgrenzen nichts mehr hören.

Righetti erinnerte daran, dass er als Organisator der Miss-Schweiz-Wahlen vor elf Jahren auf dem Berner Bundesplatz («dem grössten Anlass, der dort stattfand») sehr von der Zusammenarbeit mit «G&G» profitiert hätte. Dann las er einen Brief der Schweizer Schauspiellegende Ursula Andress vor, die sich über das Ende der People-Sendung bestürzt zeigt. Andress, die von Righetti gemanagt wird, ist im benachbarten Ostermundigen aufgewachsen, avancierte in Hollywood zum Weltstar und lebt nun seit vielen Jahren in Rom. Durch ihren James-Bond-Auftritt im Bikini wurde die Bernerin weltberühmt und war unter anderem mit James Dean und Jean-Paul Belmondo zusammen und mit Elvis befreundet.

Zusammen gross geworden

Paola Biason nahm die schriftliche «Anteilnahme» des einzigen Schweizer Hollywood-Stars sichtlich gerührt entgegen. Sie habe in den letzten Tagen viel geweint, erklärt sie dem anwesenden Publikum. Gleichzeitig müsse sie auch Stärke zeigen, damit die letzten Sendungen gewohnt professionell über den Sender gehen. So war am gleichen Abend Jetset-Lady Irina Beller Gast von «G&G». Biasons halbironisches Fazit in Anspielung auf Bellers Hausverbot bei Globus: «Wir sind zusammen gross geworden, nun steigen wir zusammen ab.»

15 «G&G»-Mitarbeitende verlieren nun ihren Job und verlassen SRF, darunter auch die Chefin, sieben werden im Newsroom weiterbeschäftigt. Die beiden Schauspieler-Grössen Heidi Maria Glössner und Leonardo Nigro dankten spontan – und auch sehr emotional – der «G&G»-Redaktion für die Sendung und äusserten nochmals ihr Bedauern über deren Ende. Dass die Stimmung nicht ganz überkippte, lag auch an der fast unerträglichen Hitze, die sich über Bern ausbreitete. Vergangene Woche war es im Chalet Muri deutlich kühler, da war UBS-Boss Sergio Ermotti zu Gast.


Weitere Impressionen zum Anlass finden Sie hier


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