20.09.2021

Farner-Gruppe

Das letzte Handygespräch vor dem tödlichen Unfall

Die kürzlich lancierte Präventionskampagne «Tears» von RoadCross Schweiz wird mit einem Kurzfilm, einem Sondertram in Zürich und schweizweiten Trafficboards an Bussen ergänzt. Die neuen Massnahmen sollen die Zielgruppe damit dort abholen, wo Unfälle potenziell passieren würden.
Farner-Gruppe: Das letzte Handygespräch vor dem tödlichen Unfall
Szene aus dem Kinspot «Letzte Worte», der seit 16. September schweizweit läuft. (Bild: Screenshot Video)

Telefonieren, Messages schreiben oder Posts liken – die selbstverschuldete Unaufmerksamkeit wegen Handynutzung ist die häufigste Unfallursache auf Schweizer Strassen. So heisst es in einer Mitteilung. Darauf möchte die Stiftung RoadCross mit der im Juni lancierten Präventionskampagne «Tears» aufmerksam machen (persoenlich.com berichtete). Mit zusätzlichen Massnahmen soll nun die Kampagnen-Botschaft «Handy in die Tasche» noch näher an die besonders betroffene Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen herangetragen werden. 

Ein Film, der unter die Haut geht

Wie schon für die Lancierung setzt die Farner-Gruppe für die zusätzlichen Massnahmen auf «starke Emotionen um die gravierenden Folgen exzessiver Handynutzung im Strassenverkehr aufzuzeigen». In einem Kinospot, der ab sofort schweizweit zu sehen ist, vernehmen wir die letzte Handykonversation eines tödlich Verunfallten.

«Der Film soll betroffen machen. Wir alle lassen uns viel zu häufig von unseren Smartphones ablenken», wird Philipp Skrabal, Partner und CCO der Farner Gruppe, in der Mitteilung zitiert: «Der Film von Mirjam und Lukas kann aber mehr als schockieren. Die Geschichte ist clever, überraschend und geht unter die Haut.»

Präsenz im Schweizer ÖV

Die bis anhin vor allem auf digitalen Kanälen ausgespielte Kampagne soll die Zielgruppe nun an zusätzlichen, relevanten Touchpoints abholen. Und zwar dort, wo Unfälle potenziell passieren. Darum wird sie ab Ende September auch im Schweizer ÖV, mit Fokus auf den Städten, zu sehen sein.

In Zürich fährt ab dem 20. September ein eigens für die Kampagne gestaltetes Sondertram durch die Strassen, wie es weiter heisst. Das Zürcher Sondertram werde ein Jahr lang unterwegs sein. «Die Zürcher Verkehrsbetriebe haben das Thema für so wichtig empfunden, dass sie uns ein Tram offeriert haben. Dafür sind wir enorm dankbar», sagt RoadCross-Geschäftsführerin Stéphanie Kebeiks im ausführlichen persoenlich.com-Interview.

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Schweizweit werden die Sujets zudem auf Trafficboards an Stadtbussen angebracht um auf das Problem hinzuweisen.

Influencer bleiben zentrales Element der Kampagne

Neben den vier bekannten Kampagnen-Sujets, spielen auch die Influencer wieder eine wichtige Rolle. So fahren in Zürichs Sondertram die Portraits sechs bekannter Influencerinnen und Influencer mit. «Im Tram chani am Handy sii, aber uf de Strass bliibts ide Täsche» – mit solchen und weiteren Botschaften wenden sich diese laut Mitteilung an die Fahrgäste und erinnern daran, das Handy unterwegs in der Tasche zu lassen. 

Verantwortlich bei RoadCross Schweiz: Stéphanie Anne Kebeiks, Mike Egle, Patrizia Koller, Serkan Yalçinkaya; verantwortlich bei Farner Gruppe: Philipp Skrabal, Jonas Brändli, Colmar von der Goltz, Bruce Roberts, Mathias Kröbl, Aven Lim, Roland Szabo, Lea Schindler, Martin Hofer, Constanze Fristensky, Lisa Widmer, Jill-Nadine Reuvener, Nina Wick, Pedro Velasquez, Ennio Cadau, Ceng Dirlik, Sibylle de Marin de Carranrais, Andreas Rageth, Lukas Günter, Alina Leiendecker, Aylin Önen; Verantwortliche Partner: Filmproduktion: Shining Film AG, Stefan Bircher (Produzent), Laurent Arber (Junior Producer), Miriam und Lukas Fröhlich (Regie/Konzept/Drehbuch/Schnitt), Sven Probst (Kamera), Julia Morf (Production Design), Dominik Nussbaumer (Visuelle Effekte), Musik: Jonathan C. Meier Produktion Aussenwerbung/Sondertram: Christinger AG, Roger Weber, Tiffany Voumard. (pd/tim)



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