29.04.2026

Amorana

Das mögen die Schaffhauser im Bett

Der Schweizer Online-Händler für Sexspielzeug hat in Zürich eine Plakatkampagne lanciert, die anonymisierte Verkaufsdaten in pointierte Aussagen über regionale Sexualvorlieben übersetzt.
Amorana: Das mögen die Schaffhauser im Bett

«Bern – die Schweizer Bondagehauptstadt», «Zürich schmiert am meisten» oder «Schaffhausen stopft sich das Maul»: So lauten einige der Botschaften, die derzeit auf Plakaten im Zürcher Stadtbild zu sehen sind, heisst das in einer Mitteilung. Hinter den Slogans stecken nach Unternehmensangaben ausgewertete Verkaufsdaten, die regional aufgeschlüsselt und anonymisiert wurden.

Die Kampagne knüpft an eine frühere Initiative an, die sogenannte «Amorana Sex Map», mit der das Unternehmen bereits regional aufgeschlüsselte Daten öffentlich gemacht hatte. Das erklärte Ziel ist ein gesellschaftliches: Sexualität solle als selbstverständlicher Teil des Alltags wahrgenommen werden, Scham durch Offenheit ersetzt werden.

«Wir wollen einen Safe Space für Exploration schaffen. Sicherheit schafft Freiheit, sowohl bei der Wahl der Materialien als auch im gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema Sex», wird Miriam Otero, Brand-Verantwortliche bei Amorana, zitiert. Auf die Frage des Datenschutzes geht das Unternehmen explizit ein: Die zugrunde liegenden Daten würden nach eigenen Angaben nach zertifizierten Richtlinien anonymisiert und aggregiert. Rückschlüsse auf Einzelpersonen seien nicht möglich.

Amorana ist nicht die erste Marke, die eine Kampagne auf eigene regionale Verkaufsdaten basiert. Digitec Galaxus hat sich in diesem Bereich profiliert. (pd/spo)


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