21.01.2020

TBWA\Zürich

«Der Traktor macht die Geschichte überraschender»

Ohne Gender-Klischees, im Gegenteil: Im neuen Coop-Spot innerhalb der Dachmarken-Kampagne «Für mich und dich» wünscht sich Sophie einen Traktor. Warum kein Einhorn? Und auch kein Pferd? TBWA\Zürich-Kreativchef Manuel Wenzel erklärt die Hintergründe.
TBWA\Zürich: «Der Traktor macht die Geschichte überraschender»
Sophia liegt auf dem Bett und träumt von einem eigenen Traktor: TBWA-Kreativchef Manuel Wenzel erklärt Hintergründe zum neuen Coop-Spot. (Bild: Videostill/zVg.)
von Edith Hollenstein

Herr Wenzel, der Spot mit Mädchen, Grossvater und einem Verkäufer, der Berndeutsch spricht: An welche Kernzielgruppe richtet er sich?
Die Zielgruppe für diesen Spot sind alle Schweizerinnen und Schweizer, die generell oder auch mal nur aus einem bestimmten Grund sparen wollen. Und alle Traktor- und Grossvater-Fans. (lacht).

«Wer will, kann bei Coop Geld sparen. Denn für jedes teure Produkt gibt es eine günstigere Alternative»: Ist das die Botschaft des Spots (siehe unten)?
Das hätten wir nicht besser zusammenfassen können. Aber das alleine reicht nicht für eine Geschichte – jeder Mensch hat Träume und manchmal muss man ein bisschen sparen, um sich diese Träume erfüllen zu können.

Der Grossvater kauft statt Fine-Food-Teigwaren Prix-Garantie-Pasta und günstiges WC-Papier, damit er Sophia den Traum von einem Trettraktor verwirklichen kann. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Aus unserer Sicht ist die Idee aus dem Leben gegriffen. Wer mit dem Grossvater als Kind einkaufen gegangen ist, durfte oftmals das Restgeld behalten – auch wenn sich nicht jeder vom Restgeld einen Traktor kaufen wollte. Und natürlich hatte damals auch nicht jeder so eine ausgefuchste Strategie, dieses Restgeld zu erhöhen, wie unsere Sophie.

Wie wichtig ist es, dass sich Sophie einen Traktor wünscht? Hätte es nicht auch ein Pferd sein können?
Klar, hätte es auch ein Pferd sein können. Aber so wie wir uns zusammen mit Regisseur David Constantin den Charakter «Sophie» ausgemalt haben, musste es für sie ein Traktor sein. Denn sie findet Puppen, wie im Film erklärt, weniger cool. Ausserdem macht es die Geschichte besonderer und überraschender.

Ist Sophie, respektive die Schauspielerin, nicht etwas zu alt für einen Trettraktor?
Auch für Kinder gilt: Man ist immer so alt wie man sich fühlt. (lacht) Ausserdem sammelt Sophie ja wirklich alles rund um Traktoren – was man in ihrem Kinderzimmer ganz gut erahnen kann. Und, insofern haben Sie Recht, schielt sie ja bereits auf ihr nächstes Projekt, einen echten Traktor. Für den ist sie wiederum ein bisschen zu jung, aber auf den muss man eben auch eine ganze Weile sparen.

Wann und wo wird der Spot zu sehen sein?
Im Januar auf allen gängigen Kanälen.

Wo und von wem wurde er gedreht?
Der Film wurde in Winterthur, Schlieren, Bachenbülach und Wettingen gedreht. Und wie alle anderen Image-TVCs ist der Film mit Shining Pictures gedreht worden – verantwortlich dort war Sophie Toth als Producerin und Regisseur war erneut David Constantin.

Gibt es weitere, damit zusammenhängende Werbemittel?
Der Film ist Teil unserer Coop-Image-Kampagne (persoenlich.com berichtete) und reiht sich somit ein in unsere Logik, dass Coop für jede Situation, die das Leben bringt, eine Lösung bietet. Im Falle dieses Films ist es Sophie. Oder anders formuliert: Für mich und dich. Und Sophie.



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