Am 8. November wird im Zürcher Lakeside, Casino Zürihorn, zum zweiten Mal der Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi. vergeben. Die eingereichten Produktionen wurden von der Edi.01-Jury aus sieben Fachleuten der Sparten Spiel- und Dokumentarfilm, Auftraggeberseite, und aus der Werbebranche (ADC) bewertet. Die Jury wählte in einem ersten Durchgang aud über 100 eingesandten Arbeiten diejenigen Produktionen aus, welche genügend Punkte für die Aufnahme in die Shortlist erhielten. Diese wurden am Mittwoch präsentiert:
Shortlist Auftragsfilm:
"Bernina activa 145": Persiflage auf TV-Werbung. Ein etwas schräger Präsentator soll die Vorzüge einer neuen Nähmaschine aufzeigen. Mangels Textilien gestaltet er kurzerhand sein Outfit um. Die Show läuft mehr und mehr aus dem Ruder... Zielsetzung: Aufmerksamkeit, Unterhaltung, Provokation, Impact - "Eine tolle Nähmaschine, die Spass macht". Zielpublikum: Potenzielle KäuferInnen, Hauptmarkt USA/Australien.

Auftraggeber: Fritz Gegauf AG; Produktionsfirma: Avista AG; Regie: Hubert Staubli.
"Maurice Lacroix Milestone": Lancierung einer neuen Uhrenlinie, Demonstration des Herstellungsprozesses und emotionales Imagesetting. Zielpublikum sind weltweit die Maurice Lacroix-Agenten und Verkaufsstellen sowie die Presse.

Auftraggeber: Maurice Lacroix; Produktionsfirma: HA Productions AG; Regie: Christian Roesch.
"Damit der Laubfrosch wieder kommt": Dank der Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz SUS sind jährlich rund 3500 Personen- SchülerInnen und Erwachsene an über 100 Orten in der Schweiz tatkräftig im Einsatz. Sie pflegen Wälder und Naturschutzgebiete, pflanzen Bäume, bessern Wege aus, entbuschen Alpweiden und bauen zerfallene Trockenmauern wieder auf. Der Film "Damit der Laubfrosch wiederkommt" portraitiert drei Arbeitswochen mit drei verschiedenen Schulklassen in La Punt (GR), Cressier (NE) und auf der Alp Morgeten (BE). Zielsetzung: Jugendliche motivieren, einen Arbeitseinsatz zu Gunsten der Umwelt zu leisten. Dabei stehen das aktive Erlebnis in der Natur und soziokulturelle Aspekte im Mittelpunkt.

Auftraggeber: Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz; Produktionsfirma: Ciné A.S. GmbH Zürich; Regie: Alice Schmid.
"AMC - Powerbrand-Trailer": AMC ist weltweit im Direktverkauf von Kochsystemen tätig. Das Unternehmen existiert seit den sechziger Jahren. 2001 wurde ein neues, zeitgemässes CI/CD entwickelt. Anhand der Evolution bekannter internationaler Marken wie Mercedes, Shell und anderen wird auf humoristische Art illustriert, wie sich die Logos erfolgreicher Marken mit der Zeit wandeln. Zielpublikum: über 15'000 Mitarbeiter in aller Welt.

Auftraggeber: AMC International AG; Produktionsfirma: Beck & Friends GmbH; Regie: Peter Beck.
"Briefpost": Emotionale Demonstration der Briefpostabfertigung für Besucher der Führungen mit Leuten von 6 bis 66 Jahren eines Briefpostzentrums.

Auftraggeber: Die Schweizerische Post; Werbeagentur: Lang, Gysi, Knoll; Produktionsfirma: HA Productions AG; Regie: Christian Roesch.
Shortlist TV-Spot:
"Schweizer Käse-Poker": Spotserie zur Importminderung von ausländischem Käse und zur Verkaufsförderung vom Schweizer Käse. Die beiden Schweizer Bergbauern finden stets einen Weg, die Einfuhr von fremdländischen Käse zu bremsen.

Auftraggeber: Käseorganisation Schweiz; Werbeagentur: André Benker; Produktionsfirma: Condor Communications AG; Regie: Michael Fueter.
"Making of...": Die Ovomaltine TV-Kampagne kommuniziert in einer modernen Interpretation die Kernwerte des Power-Drinks: Energie, Health und Tast. Bei der publikumswirksamen Umsetzung stehen nicht der persönliche Erfolg im Vordergrund, sondern die Freude, das zu tun, was man gerne tut. Keine werberischen Superlative, sondern ein sympathisches Quentchen Selbstironie. Zielsetzung: Ovomaltine soll bei der jungen, kritischen Zielgruppe an Relevanz gewinnen, ohne die Beliebtheit bei der breiten Ovomaltine-Kundschaft zu verlieren. Zielgruppe: Männer und Frauen zwischen 15 und 33 Jahren und Mütter mit Kindern.

Auftraggeber: Novartis Consumer Health Schweiz AG; Werbeagentur: Advico Young & Rubicam; Produktionsfirma: Condor Communications; Regie: Rainer Binz.
"Marilyn": Wabernde Wolken, gleissendes Licht, Händels Halleluja: Nur silhouettenhaft erkennbar, zwei Personen, die uns Hand in Hand durchs Jenseits entgegenschreiten. Ist das nicht Johannes Paul II? und an seiner Hand blond und sexy wie eh und je: Marilyn? Ein kühner Blick in die Zukunft des Himmels. Wenns passiert nichts verpassen. SonntagsZeitung. Zielsetzung: Unterhaltsame, filmische Umsetzung des aktuellen "nichts verpassen". Konzepts der Sonntagszeitung für das PrangeCinema in Zürich, Bern und Basel 2001. Zielpublikum: Städtisches Kulturpublikum, Filmfans.

Auftraggeber: SonntagsZeitung; Werbeagentur: Advico Young & Rubicam; Produktionsfirma: Advico Young & Rubicam/Ultra Images; Regie: Giorgio Zehnder.
"Zahnbürste/Babyfood" Fortsetzung der fast schon legendären Spot-Serie mit starkem kompetitiven Anspruch ("kauft man besser in der Migros"). Dabei werden zwei Punkte auf überraschende Weise kombiniert und sympathisch-witzig dramatisiert. Von den fünf realisierbaren Spots entwickelte sich das Sujet "Zahnbürste / Babyfood" schon bald zum absoluten Publikumsliebling. Zielsetzung: Migros als sympathische Powermarke aktualisieren. Zielpublikum: Breite Schweizer Bevölkerung.

Auftraggeber: Migros-Genossenschafts-Bund; Werbeagentur: AY&R Exxtra Kommunikation; Produktionsfirma: Wirz & Fraefel Productions AG; Regie: Ernst Wirz.
"Schulen ans Internet": Eine Handvoll Kids kreischt, schreit und quietscht vergnügt die schmerzhaftesten Modem-Sounds in die Kamera. Sie fungieren als Botschafter der Message. Sie imitieren das bekannte Modem-Einlogg-Geräusch auf ihre Art und Weise. In und rund um die Schulhäuser in der ganzen Schweiz geben sie ihre Imitationen zum Besten. Bekanntmachung, dass Swisscom in die Bildungsoffensive geht und sämtliche Schulen (und private mit öffentlichem Auftrag) in der Schweiz mit Breitband versorgt und kostenlos ans Netz anschliesst. Zielpublikum: Breite Bevölkerung.

Auftraggeber: Swisscom AG Bern; Werbeagentur: Contexta; Produktionsfirma: Bizarre Films, Zürich; Regie: Chris Niemeyer.
"Die Spiele von Peking. Mit Tibet": Die Tibet-Problematik und die Menschenrechte waren im Vorfeld der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 (13. Juli 2001) mit Peking als dem grössten Favoriten und schliesslichem Gewinner kein Thema: Ein Affront wider den Olympischen Geist auf den die bedeutensten Tibetische Organisation der Schweiz (GSTF) international aufmerksam machen wollte. Nebst Printmotiven trat ein Spot (TV, Internet) die Reise um die Welt an. Dabei wird einmal mehr mit reduzierten Mitteln eine emotionale Eindringlichkeit erreicht, die ihresgleichen sucht. Achtung: Es ging nicht um eine Umstimmung der 123 Mitglieder des IOC gegen Peking und damit einer weiteren Ausgrenzung Chinas, sondern um die öffentliche Thematisierung von Tibet und Menschenrechte im Zusammenhang der Vergabe der Olympischen Spiele. Zielgruppen: Breite Ansprache über alle Alters- und Zielgruppensegmente hinweg sowie die 123 Mitglieder des IOC.

Auftraggeber: Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft; Werbeagentur: EURO RSCG Switzerland; Produktionsfirma: Blood, Sweat & Tears Ltd; Regie: Frank J. Estermann.
"The Hooligan": Der Film soll zeigen, dass Alkoholismus ein gesellschaftliches Problem ist, welches noch nicht gelöst ist - gleichzeitig bieten die anonymen Alkoholiker als Non-Profit-Organisation die einzige wirksame Hilfe an: nämlich die Hilfe durch Ex-Alkoholiker. Zielpublikum sind letztlich wir alle.

Auftraggeber: Anonyme Alkoholiker; Werbeagentur: McCann-Erickson, Zürich; Produktionsfirma: Wirz & Fraefel Productions AG; Regie: Ernst Wirz.
"Flims Laax Falera": Verschiedene Bündner geben telefonisch Bestellungen auf. Zum Beispiel 700 Harassen Bier, 600 Liter Vodka, 20 Paletten Red Bull, Tequilla und unsprechend viele Kopfwehtabletten. Am Schluss wir folgendes eingeblendet: Wir sind bereit. Flims Laax Falera. Zielsetzung: Flims Laax Faleras Position als innovative Ski- und Snowboardregion festigen. Oder anders gesagt: Dafür sorgen, dass noch mehr coole Leute in die Alpenarena gehen. Zielpublikum: Junge und Junggebliebene.

Auftraggeber: Alpenarena.ch; Werbeagentur: Advico Young & Rubicam; Produktionsfirma: Chocolate Films AG; Regie: Benjamin Kempf.
"Swiss-Kurier - Hund": In allen drei Spots wird durch eine einfache und selbstbewusste Sprache die Schnelligkeit des Swiss-Kuriers auf sympathische Art und Weise dramatisiert. Zielsetzung: Auf- und Ausbau der Dienstleistung Swiss-Kurier, als zuverlässigen, schnellen und preiswerten Kurier, der für Qualität und Service steht. Zielpublikum: Entscheidungsträger aller Branchen.

Auftraggeber: Die Schweizerische Post, Expresspost; Werbeagentur: Lang Gysi Knoll; Produktionsfirma: Chocolate Films AG; Regie: Rainer Binz.
"Swiss-Kurier - Mann": In allen drei Spots wird durch eine einfache und selbstbewusste Sprache die Schnelligkeit des Swiss-Kuriers auf sympathische Art und Weise dramatisiert. Zielsetzung: Auf- und Ausbau der Dienstleistung Swiss-Kurier, als zuverlässigen, schnellen und preiswerten Kurier, der für Qualität und Service steht. Zielpublikum: Entscheidungsträger aller Branchen.

Auftraggeber: Die Schweizerische Post, Expresspost; Werbeagentur: Lang Gysi Knoll; Produktionsfirma: Chocolate Films AG; Regie: Rainer Binz.
"Hitchhiker": Der Film soll allen Stellensuchenden klarmachen, dass Randstad die besseren Jobs anzubieten hat. Und zwar auf humorvolle Art.

Auftraggeber: Randstad; Werbeagentur: McCann-Erickson, Zürich; Produktionsfirma: Wirz & Fraefel Productions AG; Regie: Claude Catsky, Stefan Fraefel.
"Mobiliar Abschleppen": Kuriose Schadenprotokolle stehen im Mittelpunkt der Werbekampagne für die Mobiliar. Zum Bild, das den wahren Sachverhalt zeigt, kommt als Tonspur das Protokoll, welches der Versicherungskunde anschliessend tippt, nicht selten mit unfreiwilliger Komik. In einem Film sind es weibliche Reize die einen Autofahrer ablenken. Im anderen geht ein Abschleppmanöver daneben. Gut lachen hat aber nicht nur der Zuschauer: Die Werbekampagne trägt nachweisbar zum sympathischen, menschlichen Image der Mobiliar bei.

Auftraggeber: Die Mobiliar, Bern; Werbeagentur: Publicis Werbeagentur AG, Zürich; Produktionsfirma: Wirz & Fraefel Productions AG; Regie: Ernst Wirz, Stefan Fraefel.
"Swisscom Mafia": Verbrecher auf der Verfolgung seines Opfers. Plötzlich schlägt sich der Bösewicht den Kopf an und fällt um. Einblendung: "Tiefer als man denkt. Die neuen Preise von Swisscom." Ziel: Abbau des Hochpreisimages und Dramatisierung der attraktiven Swisscom-Tarife. Zielgruppe: Haushaltsführende Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren.

