07.05.2014

Pro Juventute

Fordert Verbot von Werbung für Kleinkredite

Lehrplan 21 als Chance für Bekämpfung von Jugendverschuldung.

Am Donnerstag steht mit der Initiative Aubert "Schuldenprävention. Keine Werbung für Kleinkredite" das Verbot von Kleinkrediten auf der politischen Agenda. Die Initiative sei ein wichtiger Vorstoss zur Bekämpfung der Jugendverschuldung, heisst es in der Mitteilung. Pro Juventute unterstütze die Vorlage und fordere gleichzeitig die präventive Stärkung der Finanzkompetenz. Hierfür biete der Lehrplan 21 eine nachhaltige bildungspolitische Chance. Damit diese genutzt werden könne, brauche es eine unterrichtsorientierte Umsetzung in die kantonalen Lehrpläne.

Jeder fünfte Jugendliche (12-18 Jahre ) und jeder dritte junge Erwachsene (18-24 Jahre) hat Schulden, heisst es weiter. Hierfür bietet das Projekt "Lehrplan 21" die Chance, die schulische Prävention gegen Jugendverschuldung entscheidend zu stärken. Im aktuellen Entwurf des Lehrplans ist die Finanzkompetenz im Rahmen des Fachbereichslehrplans "Natur, Mensch, Gesellschaft" integriert. Pro Juventute macht darauf aufmerksam, dass die Inhalte nun gezielt und umsetzungsorientiert in die kantonalen Lehrpläne übernommen werden sollen. Zudem müssen Lehrpersonen die nötige Ausbildung und Unterstützung erhalten, damit sie in ihrem Unterricht den hohen Anforderungen gerecht werden können.

Bereits heute bietet die Stiftung mit "Pro Juventute Kinder-Cash" und "Pro Juventute Potz Tuusig" Lehrmodule für 5- bis 13-Jährige zum Erlernen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Konsum. Die Angebote bestehen seit 2010 und sind bis heute von über 60‘000 Schulkindern genutzt worden. (pd)


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