08.01.2026

Halbierungsinitiative

Gewerbe mobilisiert gegen Abgabe

Der Schweizerische Gewerbeverband lanciert eine Digitalkampagne unter dem Motto «1 x zahlen ist genug!».

Auf einer Kampagnen-Website können Unternehmerinnen und Unternehmer eigene Testimonial-Grafiken für Social Media erstellen. Die Website bietet einen Konfigurator, mit dem Nutzer personalisierte Kampagnenbilder generieren können. Zur Auswahl stehen acht vorgefertigte Aussagen, darunter «Ich investiere lieber in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht in Zwangsgebühren» oder «Die Doppelsteuer für das Gewerbe ist unfair». Ein Ja zur Initiative würde 148'000 Unternehmen von der Mediensteuer befreien.

Die SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» verlangt neben der Senkung der Serafe-Gebühr für Haushalte von 335 auf 200 Franken die Abschaffung der Medienabgabe für Unternehmen. Schweizer Unternehmen entrichten derzeit jährlich 180 Millionen Franken an die SRG, während ihre Mitarbeitenden bereits privat über die Serafe-Gebühr zur Finanzierung beitragen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Abgabe wird umsatzabhängig erhoben, unabhängig davon, ob SRG-Angebote im Betrieb genutzt werden.

Das Bundesverwaltungsgericht stellte 2019 fest, dass die degressive Tarifgestaltung der SRG für Unternehmen verfassungswidrig ist. Fabio Regazzi, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV), betont in der Mitteilung, dass sein Metallbauunternehmen mehrere tausend Franken jährlich an die SRG zahle, die er lieber in Lehrlingsbetreuung oder Weiterbildung investieren würde. «Es soll mir jemand erklären, warum wir Unternehmer jährlich 180 Millionen Franken an die SRG bezahlen sollen, nachdem wir SRG nicht konsumieren», so Regazzi. Pierre Daniel Senn, Vizepräsident des SGV, erklärt, Unternehmen bezahlten heute ein Vielfaches dessen, was sie vor zehn Jahren bezahlt hätten.

Die Initiative wird unter anderem von GastroSuisse und dem Centre Patronal unterstützt. (pd/cbe)


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KOMMENTARE

Stefan Widmer
08.01.2026 18:43 Uhr
Richtig so. Ich sehe auch nicht ein warum Google, Starbucks oder Facebook hier etwas bezahlen sollen. Wer schon wenig bis gar keine Steuern zahlt, sollte nicht noch zur Allgemeinheit beitragen. Und wir Banker freuen uns lieber über den höheren Bonus, weil sind wir ehrlich, wen interessieren die Lehrlinge. Die Wirtschaft gehört unterstützt! Immobilienfirmen könnten danach die Mieten senken. Oh nein, lieber doch nicht, warum auch! :-) ..nicht, dass Firmen den Sozialstaat unterstützen müssen, das geht gar nicht ! Darum richtig so - Geld für Boni, statt für die Allgemeinheit !