Auf einer Kampagnen-Website können Unternehmerinnen und Unternehmer eigene Testimonial-Grafiken für Social Media erstellen. Die Website bietet einen Konfigurator, mit dem Nutzer personalisierte Kampagnenbilder generieren können. Zur Auswahl stehen acht vorgefertigte Aussagen, darunter «Ich investiere lieber in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht in Zwangsgebühren» oder «Die Doppelsteuer für das Gewerbe ist unfair». Ein Ja zur Initiative würde 148'000 Unternehmen von der Mediensteuer befreien.
Die SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» verlangt neben der Senkung der Serafe-Gebühr für Haushalte von 335 auf 200 Franken die Abschaffung der Medienabgabe für Unternehmen. Schweizer Unternehmen entrichten derzeit jährlich 180 Millionen Franken an die SRG, während ihre Mitarbeitenden bereits privat über die Serafe-Gebühr zur Finanzierung beitragen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Abgabe wird umsatzabhängig erhoben, unabhängig davon, ob SRG-Angebote im Betrieb genutzt werden.
Das Bundesverwaltungsgericht stellte 2019 fest, dass die degressive Tarifgestaltung der SRG für Unternehmen verfassungswidrig ist. Fabio Regazzi, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV), betont in der Mitteilung, dass sein Metallbauunternehmen mehrere tausend Franken jährlich an die SRG zahle, die er lieber in Lehrlingsbetreuung oder Weiterbildung investieren würde. «Es soll mir jemand erklären, warum wir Unternehmer jährlich 180 Millionen Franken an die SRG bezahlen sollen, nachdem wir SRG nicht konsumieren», so Regazzi. Pierre Daniel Senn, Vizepräsident des SGV, erklärt, Unternehmen bezahlten heute ein Vielfaches dessen, was sie vor zehn Jahren bezahlt hätten.
Die Initiative wird unter anderem von GastroSuisse und dem Centre Patronal unterstützt. (pd/cbe)
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08.01.2026 18:43 Uhr


