Vertreterinnen und Vertreter von FDP, Die Mitte, GLP, SP und Grünen präsentieren am Montag in Bern die überparteiliche Kampagne gegen die Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität», über die am 27. September abgestimmt wird. Dem Komitee gehören nach eigenen Angaben über hundert National- und Ständeräte aus allen Landesteilen an. Bundesrat und Parlament lehnen die Vorlage ebenfalls ab. Verantwortlich für die Kampagne ist die Agentur von David Schärer (Lesen Sie auch das Interview mit der Kampagneverantwortlichen Janine Paumann).
Plakatsujets zeigen hinter zersplittertem Glas Symbole wie einen Armeehelm, ein Swisscoy-Fahrzeug der Kosovo-Truppe Kfor und das Schweizer Kreuz, kombiniert mit Fragen wie «Sicherheit riskieren?» oder «Humanitäre Tradition brechen?». Die aufgebrochene Bildoberfläche solle sichtbar machen, dass die Initiative aus Sicht des Komitees Bewährtes aufs Spiel setze, heisst es in einer Medienmitteilung.
In Texten und redaktionellen Beiträgen verwendet die Kampagne zudem den Begriff «Neutralitäts»-Initiative in Anführungszeichen. Damit wolle man deutlich machen, dass der Titel der Vorlage etwas verspreche, was diese nicht einlöse.
In den kommenden Wochen soll die Kampagne laut Mitteilung mit weiteren Sujets on- und offline in der ganzen Schweiz fortgeführt werden. SP und Grüne fahren daneben eine eigene Kampagne, die laut Watson am 24. August startet. Das Ja-Komitee um alt Bundesrat Christoph Blocher und Pro Schweiz hatte seine Kampagne am 4. August lanciert.
Eine erste Welle lief bereits um den Nationalfeiertag, unter anderem in Gemeinden, in denen SVP-Exponenten die Bundesfeierrede hielten. Das Sujet zeigt ein Schweizer Kreuz hinter zersplittertem Glas mit der Frage «Bewährte Neutralität zerstören?». (pd/nil)

