04.10.2021

Lieber impfen lassen

Neue BAG-Kampagne wendet sich an Junge

Der Bund hat eine Werbekampagne lanciert, um junge Menschen in der Schweiz von der Impfung gegen Covid-19 zu überzeugen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellte am Montag die Sujets vor.

Die Covid-19-Impfung sei auch für junge Menschen empfohlen, betonte das BAG in seiner Medienmitteilung vom Montag. Denn auch sie könnten schwer erkranken oder von Langzeitfolgen der Krankheit betroffen sein.

Zudem erleichtere die Impfung den Alltag, hiess es im Communiqué weiter. An diesem Punkt setzt die neue Kampagne auf Plakaten und in den sozialen Medien an. Sie fokussiert sich ganz direkt auf die Lebensrealität und das Freizeitverhalten junger Menschen.

Der Kern der Kampagne ist der Aufruf «Lieber impfen lassen». Er ist die Antwort auf eine Reihe rhetorischer Fragen. «Nach jeder Chilbi in Quarantäne?» oder «Vor jedem Ausgang testen lassen?», wird etwa gefragt.

Erst am Freitag hatte der Bundesrat eine Impfoffensive angekündigt. Diese besteht aus mehreren Pfeilern: aus einer nationalen Impfwoche mit Informationsveranstaltungen, aus einer Aufstockung von 50 auf 220 mobile Impfmöglichkeiten für einen niederschwelligen Zugang zur Impfung, aus einem neuen Beratungsangebot und aus Gutscheinen für jene, die jemanden vom Impfen überzeugen können.

Für eine Aufhebung der Schutzmassnahmen sei die Impfquote in der Schweiz noch zu tief, begründete Gesundheitsminister Alain Berset den Schritt. (sda/lol)



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Kommentare

  • Peter Martin, 13.10.2021 08:47 Uhr
    Ich finde es immer etwas peinlich, wenn Erwachsene für Jugendliche Werbung machen und sich dabei bei allen möglichen Clichés bedienen. Auch die Botschaft ist nicht wirklich überzeugend, was sich auch in der Impfmisere widerspiegelt. Viele Jugendliche haben einfach Angst und trauen der Impfung nicht, entsprechend müsste man mit konkreten Argumenten kontern. "Impfen statt Testen" ist zu banal und nicht wirklich ein gutes Argument. In der jetzige Form werden einfach unsere Steuergelder verbraten.
  • Silke Heinzelmann, 12.10.2021 22:07 Uhr
    Die Argumente des Bundes stimmen mich recht nachdenklich. „Lasst Euch impfen, damit ihr wieder tun könnt was wir euch momentan quasi verbieten (aber eigentlich euer Bürgerrecht ist).“ Kein Wort von Gesundheit, Also Impfen gegen übertriebene Massnahmen?
  • Maja Ziegler, 05.10.2021 08:58 Uhr
    Wer auch immer dieses grafische "Wirrwarr" auf den Plakaten entworfen hat - es wirkt eher abstossend statt anregend. Auch bei der Plakatwerbung gilt: weniger ist mehr! Ob Jugendliche und junge Erwachsene auf Plakatwerbung ansprechen, wage ich zu bezweifeln. Schade!
  • Jutta Lang, 05.10.2021 08:25 Uhr
    Ist noch interessant, welche Tätigkeiten der Bund den jungen Mesnchen zuschreibt: Ausgang, Chilbi, Reisen, Shisha. Theoretisch hätte man auch Schule, Uni, Arbeitsplatz, Besuch bei Grosi im Pflegeheim nehmen können. Oder einen Mix aus beidem.
  • Rainer Kuhn, 05.10.2021 07:40 Uhr
    Wenn ich geimpft bin, kann ich mich beim Sisha-Rauchen nicht mehr anstecken? Stimmt das?
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