24.05.2023

Film- und Werbebranche

Neuer Verein setzt sich für Chancengleichheit ein

Die beiden Filmemacherinnen Derya Tuna und Laura Rindlisbacher bilden den Vorstand der Female Film & Advertising Association (FFAA).
Film- und Werbebranche: Neuer Verein setzt sich für Chancengleichheit ein
Die beiden Vorstandsmitglieder der Female Film & Advertising Association: Derya Tuna und Laura Rindlisbacher. (Bilder: zVg)

Viele unternehmerisch tätige Frauen fühlen sich in ihrer Branche nicht ausreichend repräsentiert, heisst es in einer Mitteilung. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hat Derya Tuna die Female Film & Advertising Association (FFAA) ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Laura Rindlisbacher bildet sie den Vorstand des neuen Verbandes. Die FFAA will sich für attraktive Rahmenbedingungen, Nachwuchsförderung und Weiterbildung in der Film- und Werbebranche engagieren.

«Immer mehr Frauen sind in der Schweiz in Film und Werbung tätig – und das mit zunehmendem Erfolg», wird Tuna, die Managing Director und Executive Producer bei Tuna Production in Zürich ist, zitiert. Der Verband möchte film- und werbeschaffende Frauen ermutigen, sich besser zu vernetzen und gemeinsam für gleichberechtigte Bedingungen im unternehmerischen Wettbewerb einzustehen.

Eine umfassende Studie des Bundesamts für Kultur aus dem Jahr 2021 habe gezeigt, dass Frauen im gesamten Schweizer Filmschaffen – von Kino über Werbung bis Fernsehen – weniger gute Berufschancen haben als Männer. Die Studie verdeutliche Benachteiligungen in Bereichen wie Lohn, Ausbildung, Berufsverbänden, Fördergeldern und der Besetzung von Schlüsselpositionen.

«Wir sind optimistisch und kämpfen für Chancengleichheit in unserer faszinierenden Branche», sagt Tuna, die im Vorstand bei der Swiss Film Association sitzt. Der Verband richtet sich an alle Bereiche der professionellen Werbe- und Filmbranche in der Schweiz, angefangen von Auftrags-, Werbe- und Dokumentarfilmen bis hin zu TV-Produktionen. Zu den Hauptanliegen gehören die Lohndiskussion sowie die Präsenz von Frauen in Führungspositionen.

Die FFAA plant eine Vielzahl von Aktivitäten wie Podiumsgespräche, Vorträge und Informationsveranstaltungen. Zudem sollen enge Beziehungen zu nationalen und internationalen Partnerorganisationen, Agenturen, Auftraggebern und Filmschaffenden gepflegt werden. (pd/wid)


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