08.12.2020

Maybaum Film

So gefährlich sind Cherrytomaten

Im Auftrag der BFU wurden mit ganz jungen Hauptdarstellern filmische Warnhinweise für Eltern realisiert.
Maybaum Film: So gefährlich sind Cherrytomaten
Rollt bedrohlich Richtung Baby: eine kleine Tomate. (Bild: Videostill)

Nach 31 Jahren, in denen Eltern die BFU-Kinderpost als Informationsquelle zur Verfügung stand, hebt die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU «Ouups!» aus der Taufe. Die Präventionskampagne soll frischgebackene Eltern mit hilfreichen Infos versorgen und vor Gefahren für ihre Kinder warnen.

Teil der Kampagne sind Videos zum Thema «Kleine Dinge – grosse Gefahr», die «ohne rottenmeiersche Strenge, Drohfinger oder Horror-Storyline überlebenswichtige Infos vermitteln» wie es in einer Mitteilung von Maybaum Film heisst. Im Pitch habe die Firma aus Baden «mit frischen Ideen und schnörkellosem Storytelling überzeugt».

Kleinkinder als Darsteller

Die Videos zur Kampagne sollen dank geschickter Kameraführung und effektvoller Postproduktion die dramatische Grösse von kleinen Gefahren aufzeigen. Zum Ende jeder Episode passiert das, was in den dargestellten Situationen wünschenswert ist: absolut gar nichts. Und zwar, weil aufmerksame Eltern die Gefahrenquellen mühelos eliminieren und dadurch schlimmeres verhindern. Maybaum zeigt die Best Practice anhand von Menschen, die sind «wie du und ich». So fühlen sich junge Eltern bestärkt, auch diese zusätzliche Verantwortung zu meistern.

Laurent Ulrich von Maybaum Film führte Regie und erreichte beim Dreh neue Sphären der Geduld und einen ungeahnten Spasslevel. Die jüngsten Darsteller am Set waren Kleinkinder, die mit ihrer Unberechenbarkeit für viele Lacher, aber auch für zusätzliche Takes sorgten. Die Eltern der kleinen Hauptdarsteller waren am jeweiligen Drehtag dabei und motivierten ihren Nachwuchs, wenn das Spiel mit der Kamera plötzlich langweilig wurde. Entstanden sind authentische Film- und Fotoaufnahmen, die verschiedene Gefahren im Kleinkinder-Alltag aufzeigen.

Verständlich und nachvollziehbar

Die ersten beiden Videos machen deutlich, an welchen Lebensmitteln und Kleingegenständen sich Babys verschlucken und ersticken können. Die nächsten filmischen Sicherheitshinweise entstehen im 2021 und drehen sich ums Verbrühen, Ertrinken und den nicht zu unterschätzenden Sturz vom Wickeltisch. Die «Ouups!»-Videos kommen mit wenig Text aus und werden so auch von Menschen aus anderen Sprachregionen verstanden.

Auf die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit hat die BFU besonderen Wert gelegt, denn jedes Kind, das sich im scheinbar harmlosen Alltag schwer verletzt oder gar stirbt, ist eines zu viel.

 

 

 

Verantwortlich beim BFU: Ruth Beer (Projektverantwortliche), Claudia Schär (Verantwortliche Digitale Medien), Barbara Schürch (Gesamtverantwortliche); verantwortlich bei Maybaum Film:  Michel Frutig (Konzept), Laurent Ulrich (Regie), Simon Huber (Kamera), Christian Rueeger (SFX), Remo Wyss (Set-Design), Tim Zumstein (Assistenz), Simon Ianelli (Fotografie). (pd/eh)

 


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