08.12.2025

DS Studio

Störbild-Sujets gegen Halbierungsinitiative

Das überparteiliche Komitee «Nein zur Halbierungsinitiative» lanciert eine Kampagne mit sogenanntem Glitch-Effekt. Die Sujets sollen den drohenden Signalverlust symbolisieren, den die Initiativgegner bei einer massiven Kürzung der SRG-Leistungen befürchten.
DS Studio: Störbild-Sujets gegen Halbierungsinitiative

An einer Medienkonferenz vom Montag hat das Komitee die offizielle Nein-Kampagne zur sogenannten SRG-Halbierungsinitiative vorgestellt. Die Initiativgegner bezeichnen das Begehren nicht als Sparmassnahme, sondern als Eingriff in den Kern des Service public. SRF, RTS, RSI, RTR und Swissinfo stellten heute sicher, dass die Bevölkerung in allen Landesteilen Zugang zu unabhängiger und fundierter Berichterstattung habe und vor Desinformation geschützt werde, heisst es in einer Medienmitteilung. Dies sei besonders in unsicheren Zeiten zentral und werde bei einer Annahme der Initiative gefährdet.

Die Kampagnensujets zeigen, was geschieht, wenn der SRG «der Stecker gezogen» wird: Das Bild wird dunkler und unschärfer, Orientierung gehe verloren, ebenso der klare Blick auf Vorgänge, Hintergründe und Regionen der Schweiz. Der eingesetzte Glitch-Effekt erinnert an das Flimmern im Fernseher kurz vor dem Signalverlust und knüpft für jüngere Zielgruppen an einen bekannten TikTok-Filter an. Mit der übergeordneten Kampagnenlinie soll in der Stimmbevölkerung verankert werden, dass eine Annahme der Halbierungsinitiative faktisch einer Abschaffung der SRG in ihrer heutigen Form gleichkäme.

Geld auch von der SRG-Trägerschaft 

Um diese Botschaft zu transportieren, investiert das Nein-Komitee schwerpunktmässig in Schweizer Medien. Das Geld für die Kampagne stammt aus Spenden, gegenwärtig sei eine Million Franken zusammengekommen, heisst es beim Komitee, darunter auch eine Zuwendung der SRG-Trägerschaft. Der Tages-Anzeiger nennt einen Betrag von 400'000 Franken. «Die gesamte Spende stammt aus dem Vermögen der Mitgliedsgesellschaften. Es wird kein einziger Franken an Gebührengeldern verwendet», erklärt Cécile Bachmann aus dem Vorstand der Regionalgesellschaft SRG Deutschschweiz gegenüber dem Tages-Anzeiger.

Credits

DS Studio (Strategie und Konzept), Samuel Christ, Constantin Camesasca (Konzept), Feinheit (Digitalkampagne).


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