11.09.2018

Swiss Life Schweiz

«TV bespielen wir mit dieser Kampagne nicht»

Am Dienstag lancierte Swiss Life den neuen Markenauftritt. Mit der grossen Out-of-Home-Offensive sollen 95 Prozent der 25- bis 65-Jährigen erreicht werden. Marketingchef Andreas Fischer hofft, dass sich die ganze Schweiz vor den Plakaten fotografiert: für den Selfie-Contest.
Swiss Life Schweiz: «TV bespielen wir mit dieser Kampagne nicht»
Andreas Fischer ist seit etwas mehr als einem Jahr Leiter Marketing bei Swiss Life Schweiz. (Bild: zVg.)

Herr Fischer, warum ist Ihr neuer Auftritt «unkopierbar»?
Mit «Jedem sein Swiss Life – jedem sein selbstbestimmtes Leben» lanciert Swiss Life am Standort Schweiz erstmals eine divisionsübergreifende Markenkampagne. Wir verknüpfen das selbstbestimmte Leben als Unternehmenszweck unverwechselbar mit der Marke – das kann in dieser Form nur Swiss Life mit ihrem Brand.

Der Name «Swiss Life» lässt sich in verschiedenen Formen kreativ nutzen, bei «Rentenanstalt» wäre das anders. War das Absicht bei der Namensänderung?
Bei der Namensänderung von Rentenanstalt zu Swiss Life, die 2004 vollzogen wurde, waren wir noch weit entfernt von der heutigen Umsetzung der Markenkampagne und der Interpretation des Logos. Insofern: Nein, das damalige Rebranding hatte keinen Zusammenhang mit dem neuen Auftritt.

Mit modernen Targeting-Methoden sollten Sie mir irgendwann in den nächsten Tagen ein Sujet mit «Ediths Life» einblenden. Wann und wo wird das der Fall sein?
Mit unseren Online-Massnahmen fokussieren wir auf die Bewerbung der Plakatschnitzeljagd: Wir hoffen auf viele Teilnehmer, die sich mit dem Smartphone vor «ihrem» Plakat fotografieren und so bei unserem Selfie-Contest mitmachen. Eine Jury bewertet die Fotokünste und kürt die Gewinner, denen attraktive Wettbewerbspreise winken. Während wir mit den Plakaten die gewünschte Reichweite erreichen, wollen wir mit den Onlinekanälen die User zudem dazu bringen, sich stärker mit der Selbstbestimmung auseinanderzusetzen: Indem wir andere Personen filmisch portraitieren, die ihr Leben selbstbestimmt gestalten.


Warum setzen Sie zum Start der Kampagne so stark auf Plakate?
Wir haben uns bewusst für den Hauptkanal Out-of-Home entschieden. Auf über 7000 digitalen und analogen Plakatflächen sind ab dem 10. September schweizweit rund 350 Namen von Personen in Verbindung mit dem Swiss-Life-Logo zu sehen. Erstens eignet sich die kreative Idee hervorragend für diese Nutzung und zweitens stellen wir sicher, dass wir so 95 Prozent der rund vier Millionen 25- bis 65-Jährigen in der Schweiz erreichen. Aus Effizienzsicht macht der Fokus auf Plakat für uns also viel Sinn – auch, weil wir nah bei den Menschen sein wollen. Wir nutzen daneben gezielt digitale Medien sowie Print, insbesondere für Platzierungen für Swiss Life Asset Managers und für die Ansprache unserer Unternehmenskunden. Auch im Sponsoring werden wir die Idee gezielt einsetzen. 

Und welche Rolle spielt TV?  
TV bespielen wir mit dieser Kampagne nicht. 

Wie gross ist der Online-Anteil?
Wir geben keine Details zum Mediasplit bekannt.

Die Swisscom verkündete letzte Woche öffentlich, im nächsten Jahr fast vollständig auf Inserate zu verzichten. Sie scheinen weiterhin auf Print zu setzen.
Wir setzen gezielt auch auf Print für die Ansprache unserer Unternehmenskunden sowie der Kunden von Swiss Life Asset Managers, weil wir dort nach wie vor mit wenig Streuverlust die Entscheider erreichen. So werden Inserate mit bestehenden Unternehmenskunden wie «Globetrotters Life» oder «McOptics Life» (Anm. d. Red.: siehe Bilder unten) die Position als Vollsortimenter in der zweiten Säule stärken. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen auch Inserate für Kunden von Swiss Life Asset Managers. Auch für die Ansprache von institutionellen Investoren passt die Kampagne und deren Umsetzung in Print ideal: Im institutionellen Anlagegeschäfts ist eine individuelle Beratung für eine selbstbestimmte Anlagestrategie zentral.

Können Sie uns verraten, wo und wann uns eine besonders originelle Platzierung erwartet?
Wir wollen die Spannung bewusst hochhalten und deshalb hier die Überraschungen noch nicht vorwegnehmen. Seien Sie gespannt.

*Andreas Fischer hat die Fragen schriftlich beantwortet.

 


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KOMMENTARE

Alexander Stocker
19.09.2018 09:28 Uhr
So so, 95% der 25-65jährigen will man mit der Kampagne "erreichen"? Dumm nur, dass bei >2 Mio. ständiger ausländischer Bevölkerung + den eingebürgerten Schweizern rund die halbe Schweiz nunmal nicht Anita, Paul & Co. heisst. Von einer Firma, die ihr Call-Center-Personal mit Migrationshintergrund dazu drängt sich mit Müller/Meier vorzustellen, darf man wohl nichts anderes erwarten.
Peter Martin
12.09.2018 07:57 Uhr
Gibt's heute noch Männer, die Karl heissen? Oder ist das für die Ü80-Generation?
Martha Suter
11.09.2018 15:14 Uhr
Für eine Versicherung kommt das ziemlich frisch und unverkrampft daher. Ist mir positiv aufgefallen heute morgen im Zürcher Bahnhof.
Robert Weingart
11.09.2018 13:31 Uhr
Futter für die Narzissten - Kreativität sieht wohl anders aus.
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