25.03.2002

Advico Young & Rubicam

Weiterer Spot für Médecins Sans Frontières

"Wir helfen auch an Orten, die nicht mehr beachtet werden".

Médecins Sans Frontières legt in diesem Jahr ein Schwergewicht auf die Hilfe in Ländern, die von der Welt nicht mehr beachtet werden. Advico Young & Rubicam hat dazu einen Film realisiert, der uns auf eindrückliche Art und Weise auffordert, unsere Augen nicht vor der Not und dem Elend in diesen Ländern zu verschliessen.

Wer erinnert sich an den Krieg im Sudan? Wer spricht noch über den Konflikt in Angola oder das Elend in Burundi? Wer interessiert sich für den Terror in Kolumbien? Wer berichtet über die Unterdrückung in Tschetschenien? Und, vor allem, wer hilft den Menschen in diesen Ländern? Médecins Sans Frontières zum Beispiel: Die Organisation der Ärzte ohne Grenzen hilft seit Jahrzehnten den Opfern in über 80 Krisengebieten der Welt. Auch an Orten, die von der Weltöffentlichkeit vergessen wurden und über die Presse und Fernsehen nicht mehr berichten.

Nun gelangt Médecins Sans Frontières mit einem breitgestreuten Mailing und einem TV-Spot an die Bevölkerung in der Schweiz. Darin fordert Médecins Sans Frontières auf, die Augen zu öffnen und nicht wegzusehen angesichts des Elends in diesen vergessenen Ländern. Ziel der Kampagne ist, einerseits Unterstützung für die Einsätze in diesen Ländern zu finden und andererseits an die vielen Opfer der vergessenen Konflikte zu erinnern.

Der von Advico Young & Rubicam konzipierte und vom Schweizer Regisseur Marcel Langenegger realisierte Film lehnt sich an die erfolgreiche und international mehrfach preisgekrönte Kampagne aus dem Jahre 2000 an. Doch während in der früheren Kampagne Wunden zusammengenäht wurden, werden jetzt Nähte aufgeschnitten. Nähte, die ein Auge verschliessen und es blind machen. Stück um Stück werden sie aufgeschnitten. Und bei jedem Schnitt sehen wir den Namen eines vergessenen Landes, sehen wir bedrückende Schwarz-Weiss-Bilder der dort herrschenden Not, sehen wir ein Stück verdrängte Wirklichkeit.

Das symbolische Augenöffnen wird zum schmerzhaften Prozess. Aber das offene Auge wirkt befreit. Und die fokussierende Pupille wird zur Methapher für den Mut und den Willen von Medecins Sans Frontieres, hinzusehen und zu helfen. Und zur Aufforderung an uns, Gleiches zu tun. Der Spot "Borders" für Médecins Sans Frontières war letztes Jahr der international höchstprämierte Schweizer Werbefilm. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit einem Goldenen Löwen am Werbefilmfestival in Cannes sowie am New York Festival mit einer Goldmedaille sowie einem von nur fünf vergebenen Grand Awards.

-> Der Spot "Eye" ist auf "persoenlich.com" unter der Rubrik "Spot of the day" abrufbar.

Verantwortlich bei Médecins Sans Frontières: Hans Sager; bei Advico Young & Rubicam, Zürich-Gockhausen: Jürg Brechbühl, Martin Spillmann (Text), Denis Schwarz, Martin Spillmann (AD), Martin Spillmann (CD), Margrit Weber, Alain Orlow (Beratung), Daniela Berther (TV-Produktion); Produktionsgesellschaft: Chocolate Film, Nadia Rosasco; Regie: Marcel Langenegger; Media-Agentur: The Media Edge: CIA, M. Studer.


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