Im Rahmen der nationalen ME/CFS-Kundgebung startete am Samstag eine Awareness-Kampagne, die einen ungewöhnlichen Ansatz wählt: Anstatt auf Schockbilder oder alarmierende Botschaften zu setzen, richten Erkrankte persönliche Wünsche an die Öffentlichkeit. An stark frequentierten Orten in Basel, Bern und Zürich begegnen Passantinnen und Passanten Sätzen wie «Geniess die Sonne für mich», «Geniess die frische Luft für mich» oder «Geniess die Jugend für mich».
ME/CFS ist eine meist viral ausgelöste neurologische Erkrankung, über die in der Öffentlichkeit bislang wenig bekannt ist. Betroffene leiden unter schweren Erschöpfungszuständen, die nahezu jede alltägliche Tätigkeit zur kaum überwindbaren Herausforderung machen. Viele sind an ihr Bett oder ihre Wohnung gebunden. Was für gesunde Menschen selbstverständlich ist – ein Spaziergang in der Sonne, ein Treffen mit Freunden – bleibt für sie unerreichbar. Die Konsequenz: soziale Isolation.
Genau hier setzt die Kampagne an. Die Botschaften der Betroffenen sollen nicht Mitleid einfordern, sondern auf authentische und sympathische Weise Bewusstsein schaffen.
Neben (D)OOH-, Display-Ads sowie kleineren Assets wie T-Shirts und Postkarten brachte die Social-Agentur Sofi den ME/CFS Verein Schweiz erstmals auch auf die sozialen Medien. Auf Instagram soll die Kampagne zusätzliche Reichweite erzielen und für Aufklärung sorgen.
«Wir freuen uns sehr, zusammen mit dem Verein ME/CFS Schweiz und Furrerhugi einen hoffentlich sehr, sehr grossen und notwendigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Betroffenen beitragen zu können», wird Alexandra Vatansever, CEO von Kreisvier, in einer Mitteilung zitiert.
Die Kampagne verfolgt ein doppeltes Ziel. Einerseits soll sie Aufmerksamkeit für eine Krankheit schaffen, die im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent ist. Andererseits will sie Spenden für die Erforschung von ME/CFS generieren – eine Voraussetzung dafür, dass sich die Situation der Betroffenen langfristig verbessern kann. (pd/cbe)
Credits
Verantwortlich beim ME/CFS Verein Schweiz: Nicole Spillmann Al Kumrawi (Präsidentin ME/CFS Schweiz); verantwortlich bei Kreisvier: Amaru Eslava, Christian Schirmer, Marco Weber, David Lübke (Kreation), Désirée Fuchs (Beratung), Lorena Wissler, Chloe Lochbrunner, Manuel Bortolin (Studio); verantwortlich bei Sofi: Ines Petrovic, Chiara Ponti, Giorgia Spina; verantwortlich bei Furrerhugi: Patrick Blaser (Senior Consultant), Doris Jordi (Consultant).
KOMMENTARE
15.05.2026 13:58 Uhr
12.05.2026 17:27 Uhr
12.05.2026 14:34 Uhr
11.05.2026 20:16 Uhr

