22.01.2026

Bauer und Berg

Wenn Tarife zu Narben führen

Die Hamburger Kreativagentur hat die Kampagne «Breast. Forward» entwickelt, die am Montag gestartet ist. Die Initiative setzt sich für den Erhalt minimalinvasiver Diagnoseverfahren bei Brustkrebs ein.

Die Kampagne wurde von der MIBB (Minimal Invasive Breast Biopsy working group) lanciert und wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie (SGS), der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie (SGPath) sowie dem Medizintechnik-Unternehmen Becton Dickinson (BD) unterstützt.

Anlass ist die seit 1. Januar 2026 geltende Tarifstruktur (Tardoc und ambulante Pauschalen). Die Initianten kritisieren, dass die Vergütung für Vakuumbiopsien – ein minimalinvasives Verfahren zur Abklärung von Auffälligkeiten in der Mammographie oder dem MRI – nicht mehr kostendeckend sei. Dies könnte dazu führen, dass Praxen und Spitäler die Methode nicht mehr anbieten.

Die Koalition befürchtet, dass Patientinnen stattdessen wieder chirurgische Eingriffe unter Vollnarkose durchlaufen müssten, während die Vakuumbiopsie ambulant unter lokaler Betäubung erfolgt.

Die Kampagne umfasst eine nationale Petition sowie Werbemassnahmen auf Plakaten, in sozialen Medien und auf Bildschirmen in Arztpraxen und Apotheken. Die Initianten fordern eine Neuberechnung der ambulanten Pauschalen C09.50A und C09.50B. Die Petition kann online unterzeichnet werden.

Die «Breast.Forward»-Kampagne, wurde von der Hamburger Kreativagentur Bauer und Berg entwickelt. Für Public Relations und Public Affairs ist Burson Schweiz zuständig. (pd/cbe)


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