12.01.2022

Studie

Werbung wirkt in der Schweiz anders als in Deutschland

Auf welchen Kanälen wird Werbung häufiger beachtet? Wo wird sie am ehesten akzeptiert? Eine Studie zeigt: das ist von Land zu Land unterschiedlich. Ein Vergleich zwischen der Schweiz und Deutschland liefert spannende Erkenntnisse.
Studie: Werbung wirkt in der Schweiz anders als in Deutschland
Plakate auf der Strasse geniessen in der Schweiz höhere Akzeptanz als in Deutschland. (Bild: Pixabay)

Das Institut Die Marktforscher hat vergangenen Herbst in der Schweiz und in Deutschland eine Studie zur Werbewirkung durchgeführt. Nun liegt die Auswertung vor. Das Ergebnis lautet: Medienstrategien lassen sich nicht 1:1 von Deutschland auf die Schweiz übertragen.

Für die Studie wurden Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. In beiden Ländern wurde das gleiche Setup verwendet. Insgesamt wurden
4745 Online-Interviews im Zeitraum vom 18. Oktober bis 8. November durchgeführt.

Die Daten sind repräsentativ für Deutschland, sowie die Deutschschweiz und Westschweiz. Die Fehlerspanne beträgt +/- zwei Prozent in beiden Märkten, wie es in einer Mitteilung des Marktforschungsinstituts heisst.

OOH-Werbung kommt in der Schweiz besser an

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss: In beiden Ländern hat Werbung im Internet die höchste Reichweite. Das war es allerdings auch schon mit den Gemeinsamkeiten. So zeigt sich etwa, dass Fernsehen, YouTube und Radio in Deutschland eine höhere Reichweite haben als in der Schweiz.

In der Schweiz hingegen ist sowohl die Reichweite als auch die Akzeptanz von Werbemedien im öffentlichen Raum, die sogenannte Out-of-Home-Werbung (OOH), hoch. Die Befragten in der Schweiz gaben an, Werbung auf der Strasse, in Bahnhöfen und in Einkaufszentren in dieser Reihenfolge am sympathischsten zu finden. Am wenigsten akzeptiert wird in der Schweiz hingegen Werbung in den sozialen Medien, in Suchmaschinen und auf YouTube. 67 Prozent der Befragten finden demnach Werbung auf dem Videoportal unsympathisch oder eher unsympathisch. In Deutschland zeigt sich ein anderes Bild: dort landet Werbung auf Bahnhöfen an letzter Stelle.

Eine weitere Erkenntnis lautet: Schweizer stören sich generell mehr an Werbung als Deutsche. Anders als in Deutschland bewerten zwei Drittel der Schweizer Werbung auf YouTube negativ. Auch Radiowerbung wird in Deutschland sympathischer wahrgenommen. (pd/mj)



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