Jugendliche und junge Erwachsene schätzen Alkoholwerbung am unterhaltsamsten ein und fühlen sich am ehesten durch Werbung animiert, Alkohol zu trinken. Generell nehmen Personen mit risikoreichem Konsum häufiger Alkoholwerbung wahr. Eine Mehrheit der Befragten schliesslich möchte die Alkoholwerbung einschränken, auch um junge Leute besser zu schützen, heisst es in einer Mitteilung von Sucht Schweiz.
Alkoholproduzenten investieren in der Schweiz jährlich 42 Millionen Franken in die Bewerbung ihrer Produkte. Die allgegenwärtige Präsenz der Alkoholwerbung kann vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen – also jenen Altersgruppen, die am häufigsten den Rausch suchen – zum Eindruck führen, dass Alkohol überall und von allen konsumiert wird. Dazu trägt auch die rasche Entwicklung des Internets bei, das für Alkohol-Marketing vielseitige neue Möglichkeiten bietet. Alkoholwerbung führt dazu, dass der Alkoholkonsum positiver wahrgenommen wird, was zu einem früheren Einstieg sowie zu einem häufigeren und stärkeren Alkoholkonsum animieren kann.
Im Rahmen des Suchtmonitorings hat Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit 2321 Personen telefonisch zu ihrer Wahrnehmung von Alkoholwerbung sowie zu ihrer diesbezüglichen Meinung befragt. 83 Prozent der Schweizer Bevölkerung nahm danach zumindest gelegentlich Alkoholwerbung wahr, darunter 16 Prozent täglich und 9 Prozent mehrmals täglich. In der Gruppe der 20 bis 24-Jährigen registrierten mit 94 Prozent am meisten Personen solche Reklame, fast ein Drittel täglich.
Die ausführlichen Resultate der Befragung finden Sie hier. (ots)

