Meissen, mit seinen kobaltblauen Schwertern, gilt als die älteste Bildmarke der Welt. Porzellan-Freunde drehen noch heute aus Neugierde am Hersteller das Tafelservice um. Lacoste setzte in der Mode mit seinem legendären Krokodil neue Massstäbe, als sichtbare Labels prestigeträchtig wurden. Der berühmte Frauenkopf von MaryLong avancierte in der Schweiz zur Kultmarke. Apple verzichtet auf seinen Computern gänzlich auf die Textmarke. Michelin schliesslich gab mit seinem Bibendum-Männchen seiner Marke ein Antlitz, das weltweit auf Sympathie stösst.
Hinter den erfolgreichen Bildmarken stehen weitsichtige Firmengründer, eigenwillige Schöpfer und faszinierende Persönlichkeiten. Der Autor, René Lüchinger (ab Dezember Chefredaktor der Bilanz), hat die spannendsten Entstehungsgeschichten nachgezeichnet. "Bildmarken -- Meilensteine der Markengeschichte" porträtiert zudem die Aushängeschilder von Nestlé (Vogelnest), Shell (Muschel), St. Moritz (Sonne), UBS (Schlüssel), Mövenpick (Möwe), WWF (Panda) und die Erfolgsgeschichte der Fabelfigur Globi.
Das Buch zeigt Bildmarken als Erfolgsbausteinen für globales Marketing und als optische Orientierungshilfe für markenbewusste Kunden. Man vergisst, dass Textmarken in arabischer oder chinesischer Schrift verfremdet wirken. Bildmarken aber geniessen meist einen hohen Sympathiewert, der die Wertschöpfung globaler Brands erhöht.

