Roger Federer beteiligt sich am Schweizer Laufschuh-Unternehmen On Shoes. In den vergangenen Tagen war der Tennisspieler quasi auf Promotour und sprach mit verschiedenen Medien über sein Engagement – so der «New York Times», der «Frankfurter Allgemeine Zeitung», der «NZZ am Sonntag» und dem «Blick».
Seine Freunde hätten vor einigen Jahren plötzlich angefangen, diese Schuhe zu tragen. Vor zwei Jahren habe er dann auch On ausprobiert – und sei Fan geworden, sagt er dem Boulevardblatt. «Es reizte mich, einem jungen Schweizer Unternehmen, das schnell wächst, zu helfen. Und auch die Jungs haben mir gefallen», fügt Federer an.
Ein Markenexperte beurteilt die Zusammenarbeit kritisch. «Tennis ist Federers Spitzenleistung, nicht der Laufsport. Es fehlt der spezifische Leistungsbezug, da er weder Läufer noch Designer ist», schreibt Klaus-Dieter Koch, Gründer der Managementberatung BrandTrust, dazu im persoenlich.com Blog.
«Kein traditionelles Athleten-Sponsoring»
Während der Deal für Federer zum richtigen Zeitpunkt komme, sieht der Experte dies in Bezug auf On anders. «Wenn eine Nischenmarke wie On zu rasch expandiert ins Massen- und Streetweargeschäft, besteht die Gefahr, die Marke auszubeuten und die Seele zu riskieren». Er fügt an: «Ich bin der Ansicht, dass ein Welt-Tennisstar einer hoch spezialisierten Laufschuhmarke in einer späteren Entwicklungsphase mehr bringen würde.»
Bei On ist man von der Zusammenarbeit mit Roger Federer überzeugt. «Was Roger und wir machen, ist kein traditionelles Athleten-Sponsoring», sagte Oliver Bernhard, einer der drei On-Gründer gegenüber der «NZZ am Sonntag». Federer wird als Miteigentümer unternehmerisch tätig sein.
Während die einen über Sinn und Zweck der Zusammenarbeit diskutieren, hat das Satiriker-Team um «Deville» bereits den ersten On-Schuh von Federer «geleaket». Ein Modell mit «Federung», «On/Off-Schalter» und «Barilla-Spaghetti-Schuhbändel».
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28.11.2019 08:55 Uhr
28.11.2019 08:44 Uhr

