25.11.2010

Pew Internet

Einkommenshöhe bestimmt Webnutzung

Deutliche Benachteiligung ärmerer Haushalte.

Obwohl ein Internetzugang ein Grundbedürfnis in der modernen Informationsgesellschaft darstellt, bleiben auch heute noch viele Menschen aus der Online-Welt ausgeschlossen. Ausschlaggebender Faktor Nummer eins für die sogenannte "Digitale Spaltung" ist der finanzielle Status, der in einem direkten Verhältnis dazu steht, wie oft ein User sich durchschnittlich im Web aufhält. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der US-Non-Profit-Organisation Pew Internet & American Life Project, der ärmere Haushalte in puncto Netznutzung deutlich benachteiligt sieht.

Dass in Zusammenhang mit dem Ausmaß der Webnutzung auch Faktoren wie Alter und Bildungsgrad eine gewichtige Bedeutung zukommt, bestätigen sowohl Ott als auch die Experten von Pew Internet. Insgesamt betrachtet sei aber die Einkommenshöhe in einem Haushalt die signifikanteste Einflussgröße. "Die Korrelation zwischen höherem Einkommen und stärkerer Internetnutzung bleibt bei nahezu jeder Art von Online-Aktivität gleich", betont Jim Jansen, Senior Fellow bei Pew Internet.

Der aktuellen Untersuchung von Pew Internet zufolge steigen 95 Prozent der US-Bürger, die in einem Haushalt mit einem jährlichen Einkommen von mindestens 75.000 Dollar leben, "zumindest öfters" ins Internet ein. Sinkt das Einkommen unter die genannte Einkommensgrenze, bricht auch die Webnutzung schlagartig auf 70 Prozent ein. Bei Haushalten, die weniger als 30.000 Dollar pro Jahr zur Verfügung haben, schrumpft der entsprechende Wert sogar auf 57 Prozent.


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