17.01.2024

Greenwashing

Europaparlament stimmt für strengere Regulierung

«Umweltfreundlich», «nachhaltig» oder «klimaneutral» – wenn es für solch vage Aussagen keinen Nachweis gibt, sollen sie künftig verboten werden.
Greenwashing: Europaparlament stimmt für strengere Regulierung
Die Mitgliedstaaten müssen noch zustimmen. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

Die Abgeordneten des EU-Parlaments gaben am Mittwoch in Strassburg grünes Licht für ein entsprechendes Vorhaben. Damit soll «Greenwashing», also dass Produkte umweltfreundlicher dargestellt werden als sie eigentlich sind, deutlich eingeschränkt werden.

Zulässig sollen künftig nur Nachhaltigkeitssiegel sein, die auf anerkannten Zertifizierungssystemen beruhen oder von Behörden genehmigt wurden. Hintergrund ist, dass diese Siegel bislang nicht unbedingt vergleichbar sind und es sich oft nicht nachprüfen lässt, wie umweltfreundlich Produkte tatsächlich sind. So will die EU Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführendem Marketing schützen.

Verboten werden künftig auch Behauptungen über die Haltbarkeit von technischen Produkten wie zum Beispiel Waschmaschinen, wenn sie nicht bewiesen werden können. Ausserdem soll man Dinge erst dann austauschen müssen, wenn es wirklich nötig ist und - wie etwa bei Druckerpatronen - nicht schon vorher dazu aufgefordert werden.

Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Länder hatten sich zuvor bereits auf diesen Schritt geeinigt. Die Mitgliedsstaaten müssen noch zustimmen, damit das Gesetz endgültig in Kraft treten kann. Das gilt aber als Formsache. Die EU-Staaten haben dann zwei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. (awp/sda/dpa/spo)



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