Geschäftsführer, Vorstandsmitglied oder gar Chief Executive Officer: Immer mehr Frauen besetzen herausragende Managementpositionen in der Wirtschaft. Dabei vertrauen vor allem konsumnahe und Dienstleistungs-Branchen auf die Fähigkeiten weiblicher Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Hoppenstedt-Analyse "Frauen im Management". Die Redakteure des Darmstädter Fachinformationsanbieters haben dazu die rund 80'000 grössten deutschen Unternehmen unter die Lupe genommen.
Das Ergebnis: knapp 9.4 Prozent aller Spitzenpositionen sind von Frauen besetzt. Das sind laut Hoppenstedt 27'728 von fast 295'000 Managementfunktionen. Dabei gibt es zwischen den untersuchten 27 Branchen grosse Unterschiede. "Die Spanne reicht vom Einzelhandel mit einem Frauenanteil von nahezu 17 Prozent bis zum Schlusslicht Bergbau mit 3.9 Prozent", resümiert Klaus Schneider, Redaktionsleiter der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH.
Zweite Erkenntnis aus der Hoppenstedt-Analyse: Im erweiterten Führungskreis, dem sogenannten Middlemanagement, ist der Frauenanteil fast immer höher als im Top-Management. 19 von 27 Branchen haben die Schallmauer von zehn Prozent bereits überschritten. Spitzenreiter ist der Einzelhandel mit einem Anteil von 26.5 Prozent.
Basis der Analyse ist eine Profil-Auswertung der mehr als 80'000 grössten deutschen Unternehmen in 27 Wirtschaftszweigen mit rund 295'000 Führungskräften. Die recherchierten Informationen stehen als Firmendatenbank im Internet, auf CD-ROM und in den klassischen Nachschlagewerken "Handbuch der Grossunternehmen", "Mittelständische Unternehmen", "Verbände, Behörden, Organisationen der Wirtschaft" sowie "Leitende Männer und Frauen der Wirtschaft" zur Verfügung.

