Die Messe Schweiz hat 2002 ein spürbar schlechteres Ergebnis erzielt als im Vorjahr. So halbierte sich der Gewinn von 9.8 Mio. Fr. auf 4.6 Mio. Franken. Aus Sicht der Messeleiung ist das Ergebnis dennoch "befriedigend" ausgefallen. Der Ertrag der Messe Schweiz AG ging im ersten vollen Jahr nach der Fusion der Messen Basel und Zürich von 189.4 Mio. Fr. auf 181.2 Mio. Fr. zurück. Der Aufwand sank von 156.4 Mio. Fr. auf 151 Mio. Franken. Mit 30.2 Mio. Fr. lag der Cash Flow letztes Jahr um 2.8 Mio. Fr. unter dem Wertn von 2001, wie die Messe Schweiz am Dienstag mitteilte. Die Abschreibungen stiegen um 2.4 Mio. Fr. auf 25.6 Mio. Franken.
Das schlechtere Ergebnis führen die Verantwortlichen des grössten Schweizer Messeveranstalters nicht nur auf das rezessive wirtschaftliche Umfeld, sondern auch auf den Veranstaltungszyklus einzelner Messen zurück. Gerade Geschäftsjahre seien turnusgemäss schlechter als ungerade, heisst es im Communiqué des börsenkotierten Unternehmens.
Mehr Messen -- weniger Besucher
Letztes Jahr veranstaltete und betreute die Messe Schweiz 21 (Vorjahr 19) Eigenmessen und 25 (23) Gastmessen mit ingesamt 15 321 (15 791) ausstellenden Firmen. Die Besucherzahl ging von 1'711'807 auf 1'540'259 zurück. Die Nettoausstellungsfläche sank von 636'781 auf 539'650 Quadratmeter. Bei den Hallenvermietungen musste die Messe Schweiz einen Rückgang von 49 auf 43 verzeichnen. 15 Veranstaltungen in Basel und 28 in Zürich wurden von 160'000 Personen besucht.
Im Kongresszentrum Basel sank die Zahl der Anlässe von 363 auf 326. Durchgeführt wurden 22 Kongresse und 304 weitere Veranstaltungen mit 139'631 Teilnehmenden. Im Musical Theater Basel wurden 150 Vorstellungen auf die Bühne gebracht, die von 125'000 Personen gesehen wurden.
'Ziele weitgehend erreicht'
Die Ziele seien letztes Jahr weitgehend erreicht worden, hält die Messeleitung in der Mitteilung fest. Der mit der Fusion der Messen Basel und Zürich forcierte Prozess der Bereinigung und Weiterentwicklung des Eigenmessen-Portfolios sei in vollem Gange.

