22.02.2024

Schweiz Tourismus

In die Zukunft mit «Travel better»

An der Jahresmedienkonferenz gibt ST-Direktor Martin Nydegger Einblick in die längerfristige Marketingausrichtung.

Die Schweizer Hotels haben 2023 einen neuen Gästerekord aufgestellt. Mit 41,8 Millionen Übernachtungen haben sie erstmals die Marke von 40 Millionen geknackt. Damit wurde die bisherige Bestmarke von 39,6 Millionen aus dem Jahre 2019 um 5,6 Prozent übertroffen. Die Hotellerie hat also den Einbruch in der Coronapandemie endgültig abgehakt. Und der Aufschwung dürfte nach Ansicht von Touristikern weitergehen.

In den Monaten April bis Dezember seien so viele Logiernächte wie noch nie in den letzten dreissig Jahren registriert worden, teilte das Bundesamt für Statistik am Donnerstag in einem Communiqué mit. Nach der Rekordsaison im Winter 2022/2023 (November bis April) wurde nun auch in der Sommersaison 2023 (Mai bis Oktober) mit 24,0 Millionen Logiernächten ein neuer Höchststand erreicht.

Nebst diesen Zahlen präsentierte Schweiz Tourismus (ST) an der Jahresmedienkonferenz vom Donnerstag auch Einblick darauf, wie sich das weltweite Tourismusmarketing entwickeln soll. Tourismuswerbung soll künftig nicht mehr nur mit Gästerekorden gleichgesetzt werden. ST habe gemeinsam mit der Tourismusbranche die wichtige Diversifizierung der Nachfrageförderung längst erkannt. «Wir bringen die richtigen Gäste zur richtigen Zeit an die richtigen Destinationen. Lenken und Fördern heisst die Zauberformel», erklärt ST-Direktor Martin Nydegger.

Das Rekordjahr nur gerade zwei Jahre nach den letzten Pandemie-Lockdowns bildet die Basis für eine längerfristige Neuausrichtung des Tourismus hin zu einer Strategie des «Travel better». Nydegger beschreibt diese wie folgt: «Während wir im Markt Schweiz den Tourismus fördern und lenken, indem wir etwa versteckte Perlen zeigen, setzen wir in Europa aktiv auf die Tourismusförderung, weshalb wir beispielsweise die einfache und nachhaltige Anreise via Eisenbahn bewerben. Die Gäste aus Übersee schliesslich wollen wir in der Zahl nicht weiter fördern, sondern vor allem lenken, nicht nur flächendeckend übers ganze Land, sondern auch saisonal über das ganze Jahr verteilt. Dazu bearbeiten wir gezielt die passenden Nischen und spannendsten Segmente in ausgewählten Herkunftsmärkten». (sda/pd/wid)



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