Das Jahrhundertwetter der letzten Monate hat dem Schweizer Tourismus einen kräftigen Schub beschert. Vor allem die Schweizerinnen und Schweizer haben das Ferienland Schweiz neu entdeckt und sorgen vorwiegend im Tagestourismus für ausgezeichnete Resultate. Von Januar bis Juni 2003 wurden in Schweizer Hotels und Kurbetrieben 15'750'140 Logiernächte generiert. Den Löwenanteil machen mit 46.3 Prozent die Schweizer aus. Dann folgen die Gäste aus Deutschland (18 Prozent), Grossbritannien (6.1 Prozent), USA (4.1 Prozent) und Frankreich (3.8 Prozent).
"Die Schweizer sind traditionsgemäss unsere treusten, aber auch kritischsten Gäste. Dass sie in diesem Supersommer ihre Ferien zuhause verbringen, ist ein Zeichen dafür, dass unser Produkt stimmt.", hält Dick F. Marty, Präsident von Schweiz Tourismus, fest.
Die bisher bekannten Zahlen und der statistisch noch nicht ausgewertete Monat Juli und der laufende August geben Anlass zur Hoffnung auf gute Resultate. Vor allem aus dem Tagestourismus ist positives zu vernehmen. So verzeichneten die Stanserhornbahnen ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was dem zweitbesten Resultat aller Zeiten entspricht. Adelboden spricht vom besten Juli seit fünf Jahren (Hotellerie +6.4 Prozent), das Freilichtmuseum Ballenberg hat im Juli 7 Prozent mehr Eintritte verkauft als im Vorjahr, die Weisshornbahnen in Arosa haben ihren Fahrplan auf Winterfrequenz umgestellt und die SBB vermelden für den Juli eine Zunahme von 14 Prozent beim Verkauf von Tageskarten.
Weniger stark profitieren konnte der Ferientourismus. Nach wie vor fehlen Gäste aus den wichtigsten Auslandsmärkten (vor allem USA und Asien) und auch Gäste aus Deutschland verspüren auf Grund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor wenig Reiselust. Schweiz Tourismus hält darum an ihrer Prognose fest und sagt für 2003 ein Logiernächteminus zwischen 2 Prozent und 4 Prozent voraus.

