17.06.2020

Nach Rassismus-Vorwürfen

Kingfluencers lanciert Verhaltenskodex

Nach den schweizweiten Schlagzeilen und Berichterstattungen rund um die Influencerin Mirjam Jäger hat sich die Schweizer Influencer-Marketing-Agentur Kingfluencers dazu entschieden für alle ihre 1700 Influencer einen Code of Conduct zu verfassen.
Nach Rassismus-Vorwürfen: Kingfluencers lanciert Verhaltenskodex
Mithilfe des Verhaltenskodexes sollen Social-Media-Stars in Zukunft verantwortungsvoller mit ihrer Vorbildfunktion auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok umgehen. (Bild: Screenshot))

Nachdem der Ex-Ski-Star Mirjam Jäger sich am Samstag gegenüber ihren 30'000 Followern in einem Story-Post auf Instagram über die «Black Live Matters»-Demonstration in Zürich geäussert hatte, schlug der 37-Jährigen eine Welle der Empörung entgegen (persoenlich.com berichtete). Mimi Jäger sah sich gar mit Morddrohungen konfrontiert. Zudem kündigten verschiedene Business-Partner die Zusammenarbeit mit der Influencerin.

Die grösste Schweizer Influencer-Marketing-Agentur, die für Jäger mehrere Kampagnen ermöglichte, hat sich deshalb dazu entschieden für alle ihre Botschafterinnen und Botschafter einen Code of Conduct zu verfassen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Verantwortungsvolles und bewusstes Handeln

Der Code of Conduct soll laut Mitteilung die über 1700 Schweizer und internationalen «Creators» stets daran erinnern, «wie man achtsam und ehrlich postet und versucht, spontane (politische) Urteile oder andere Äusserungen, die man missverstehen könnte, zu vermeiden». Weiter weise er darauf hin, wie Social-Media-Stars ihre Rolle als Vorbilder gerade in Krisensituationen wahrnehmen sollten.

«Falls jemand mutwillig gegen den Code of Conduct verstossen sollte, behalten wir uns das Recht vor, die Zusammenarbeit mit den betreffenden Creators zu beenden», lässt sich Mitgründer von Kingfluencers, Fabian Plüss, in der Mitteilung zitieren.

Unterstützung von Xenia Tchoumi, Michèle Krüsi und Sylwina Spiess

Bereits haben die bekannten Influencers Xenia Tchoumi, Michèle Krüsi und Sylwina Spiess den Code of Conduct bestätigt. «Influencer haben eine Reichweite und eine Community und damit eine starke Stimme. Dies bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Vor dem Posten sollte man kritisch reflektieren und sich gut überlegen, ob man damit einen Mehrwert bietet respektive inwiefern die eigenen Followers davon betroffen sein können. Man soll grundsätzlich die Stimme für eine positive Veränderung nutzen», sagt Xenia Tchoumi mit über sechs Millionen Followers auf Instagram und Facebook.

Auch Sylwina Spiess, Social-Media-Creator und Moderatorin bei Blick TV, bestätigt die Wichtigkeit des Code of Conduct als Leitbild für Creators. Fabian Plüss fügt an: «Es ist wichtig, dass sich dieser Markt mit allen Beteiligten entwickelt. Wir sehen es als unsere Verantwortung, entsprechende Tools und Guidance den Marken und Influencern zur Verfügung zu stellen.» (pd/lol)



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