16.06.2020

Influencer-Marketing

Mirjam Jäger fordert Entschuldigung von Post

Mit dem Statement habe die Post ihr Rassismus unterstellt und einen Riesenschaden angerichtet, sagt die Influencerin in «TalkTäglich». Ikea stützt ihr derweil den Rücken.
Influencer-Marketing: Mirjam Jäger fordert Entschuldigung von Post
Die Influencerin Mirjam Jäger in der Sendung «TalkTäglich». (Bild: Screenshot)

«Ich erwarte ganz klar eine Entschuldigung. Die Schweizerische Post hat einen Riesenschaden angerichtet.» Diese Aussage machte die Influencerin und Moderatorin Mirjam Jäger am Dienstagabend exklusiv in der Sendung «TalkTäglich» von TeleZüri.

Mit seinem ersten Statement vom Montag habe der Staatskonzern ihr Rassismus unterstellt – dabei aber keine vorgängige Rücksprache mit ihr genommen.

Zuvor waren in den sozialen Medien mehrere hundert Todesdrohungen und Hasskommentare gegen Mirjam Jäger und ihre Familie ausgesprochen worden. Sie hatte sich am Samstag anlässlich der Black-Lives-Matter-Demonstration in Zürich über die Verkehrsbehinderungen und die Kundgebung trotz des Verbots wegen der Corona-Pandemie kritisch auf Instagram geäussert (persoenlich.com berichtete).

Erste Kontakte zwischen ihrem Agenten und der Post seien am Dienstag aufgenommen worden. Sie sei selbstständig erwerbend und durch die erste Reaktion der Post auch wirtschaftlich geschädigt worden. Zu allfälligen Schadenersatzforderungen wollte sich Mirjam Jäger nicht äussern.

Auch die Mobiliar Versicherung distanzierte sich klar von Jägers Äusserungen und kündigte auf Social Media an «Lehren aus für zukünftige Kooperationen zu ziehen». Rückendeckung erhält Jäger derweil von Ikea, wie die SI berichtet. Das Möbelhaus schrieb auf Instagram, zwar würden auch sie den Vorwurf berechtigt finden, dass Jäger zu wenig Sensibilität gegenüber dem Anliegen der Demonstrierenden gezeigt habe. Sie deswegen als Rassistin zu brandmarken, geht aber deutlich zu weit.

Gegen die Hetzer in den sozialen Medien will Mirjam Jäger juristisch vorgehen. Sie habe dazu mit ihrem Anwalt Kontakt aufgenommen. «Das muss gestoppt werden – da muss man dagegen vorgehen!», erklärte die Influencerin in der Sendung. (pd/wid)



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