25.08.2003

Studie

Konsumenten bevorzugen Schweiz als Produktionsland

Terminologie soll einheitlich werden.

Vor fünf Jahren hat die Schweiz strengere Vorschriften bei der Deklaration der Herkunft von Lebensmitteln eingeführt. Die Angaben stossen bei den Konsumenten auf Interesse, wie eine Studie zeigt. Verwirrung stiftet die Terminologie. 69 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten beachten beim Einkauf immer oder meistens die Angaben zum Produktionsland. Die Schweiz als Produktionsland wird bevorzugt. Ausschlaggebend für den Kauf von Schweizer Produkten sind deren Qualität sowie die kurzen Transportwege und die Unterstützung der Schweizer Produktion. Zu diesen Ergebnissen kam eine am Montag veröffentlichte Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die von Vertretern aus Wirtschaft, Konsumentenorganisationen und Kantonen begleitet wurde. Sie basiert auf Einzelgesprächen und Telefonbefragungen von über 1000 Personen.

Grosser Stellenwert wird laut der Studie der Herkunft von Frischprodukten beigemessen. Vor allem beim Fleisch, aber auch beim Gemüse und den Früchten legen die Konsumentinnen und Konsumenten Wert auf die Herkunftbezeichnung. Geringer ist das Interesse bei verarbeiteten, vorverpackten Produkten. Bei diesen Produkten sei es oft auch schwieriger, aufgrund der Deklarationen klare Informationen über die Herkunft der Produkte zu erhalten, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin. Ausserdem sorgten unterschiedliche Formulierungen bei der Angabe der Herkunft für Verunsicherung.

In diesem Bereich sieht das BAG denn auch Verbesserungsmöglichkeiten: Im Rahmen künftiger Revisionen der Vorschriften will das Bundesamt eine Anpassung der zulässigen Formulierungen prüfen. Dies fordern auch die Konsumentenorganisationen. 37 Prozent der Befragten kenne den Unterschied zwischen "Schweizer Produkt" und "Hergestellt in der Schweiz" nicht, schreibt die Westschweizer Konsumentenorganisation FRC in ihrer Stellungnahme zur Studie. Dies sei ein grosser Teil.


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