Ziel der neuen Kampagne sei es, Jugendliche und junge Erwachsene auf die Gefahren hinzuweisen, die mit dem Mitführen von Messern im Ausgang einhergehen. Das schreibt die Schweizerische Kriminalprävention in einer Mitteilung.
Gemäss Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Anzahl schwerer Körperverletzungen und Tötungsdelikte, bei denen Messer im Spiel waren, in den letzten Jahren bei unter 18-Jährigen signifikant angestiegen. Während es 2016 noch fünf Tötungsdelikte und vier Fälle schwerer Körperverletzung mit Messern gab, stiegen diese Zahlen im Jahr 2022 auf zwölf bzw. 25 Fälle.
Es werde deutlich, so die SKP, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene insbesondere legale, als auch illegale Messer mit sich führten. Das geschehe oft aus dem falschen Glauben heraus, sie würden für sich oder andere einen Schutz bieten.
Video mit offenem Ausgang
Die Kampagne «Dini Muetter – will dich nit im Knascht bsueche» nimmt dieses Problem ins Visier. In einem Video wird die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher erzählt, die während des Ausgangs in einen Konflikt geraten. Als einer der Jungen ein Messer zieht, ist die Grenze des jugendlichen Leichtsinns überschritten. Der Ausgang der Geschichte wird an dieser Stelle offen gelassen.
«Durch diese Kampagne wollen wir aufzeigen, dass es echte Alternativen zur Gewalt gibt und dass das Mitführen eines Messers nur dazu führt, die Eskalationsspirale noch weiter anzutreiben», wird Fabian Ilg, Geschäftsleiter der SKP, in der Mitteilung zitiert. Ilg weiter: «Unser Ziel ist es, Jugendliche dazu zu bewegen, das Messer zu Hause zu lassen und sich für ein sicheres und gewaltfreies Miteinander einzusetzen.»
Die Kampagne ist seit dem 19. Juni 2023 auf Social Media, Digital Out Of Home und im Kino im Einsatz.
Max Carlo Kohal führte Regie
Die Filmproduktion schau. mit Sitz in Basel und Chur hat das Kampagnenkonzept in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Max Carlo Kohal und der Schweizerischen Kriminalprävention entwickelt und umgesetzt.
Seitens Polizei wurde die Kampagne durch die Abteilung Prävention der Kantonspolizei Basel-Stadt (Daniel Sollberger) lanciert und wurde durch die SKP (Fabian Ilg) und die Stadtpolizei Zürich (Philipp Schläpfer) unterstützt.
Verantwortlich bei schau.: Manuel Sieber, Jen Ries, Jeremy Marugan; Jen Ries (Konzept); Max Carlo Kohal (Regie); Lukas Gut (Kamera); Corsin Bader (Sounddesign); Jen Ries (Title Design und Grafik).(pd/nil)

