Nun ist es soweit. Das neue Online-Magazin "The Brander" erscheint heute Donnerstag in seiner ersten Ausgabe. Auf thebrander.com gibt es einmal wöchentlich Geschichten über Menschen, die mit viel Herzblut eine Marke zum Leben erweckt haben, sie heute noch führen oder die sogar selbst eine Marke geworden sind. Hinter der Lancierung des Online-Magazins steckt die Agentur Branders mit Hauptsitz in Zürich. CEO René Allemann spricht im Interview mit "persoenlich.com" über die erste Ausgabe:

René Allemann. Die erste Ausgabe von "The Brander" ist da. Wie fühlen Sie sich?
Bestens. Natürlich sind wir sehr gespannt auf die ersten Reaktionen. Wir haben intensiv an diesem Projekt gearbeitet und freuen uns nun sehr, von off- zu online zu switchen.
Mit welchen Highlights überzeugt die erste Ausgabe?
Zum Start berichtet "The Brander" aus verschiedenen Regionen der Schweiz sowie aus dem Piemont, Neapel, New York und Taipeh. Mit Giorgio Deluca von der weltbekannten Marke Dean & Deluca, Antonio de Matteis, CEO des Top Brands Kiton, bis hin zum Zürcher Gastronomen Michel Péclard sind Markenmacher aus den verschiedensten Bereichen vertreten.
Welche Idee steckt hinter "The Brander"?
Wir möchten Marken wieder ein Gesicht geben. Wir sind umgeben von vielen globalen, anonymen Marken. Und wer hinter den Marken steht, geht unseres Erachtens nach viel zu oft vergessen. Gleichzeitig nimmt der Wunsch nach Authentizität und Nähe stetig zu. Dies wird auch für die Markenführung immer wichtiger. Darum verleihen wir Marken und ihren Machern Ausdruck - den Unternehmern, CEOs, Designern, Erfindern und Treibern. Wir möchten zeigen, was diese Menschen verbindet, was sie antreibt und was sie inspiriert.
Wer sind seine Macher?
Ausgewählte Autorinnen und Autoren bekannter Medien wie Z.B. der "NZZ" schreiben die exklusiven Berichte über die Marken und ihre Macher. Für die Zukunft planen wir, auf jedem Kontinent mindestens einen Korrespondenten zu haben. Dabei haben wir den Anspruch, Text- und Bildmaterial von Grund auf selbst zu erarbeiten. Das garantiert auch den einheitlichen Stil, den wir mit "The Brander" anstreben.
Für die meisten Bilder ist Gian Marco Castelberg verantwortlich. Als Editorial Manager trägt Olivia El Sayed für das Projekt die Verantwortung. Sie ist seit zwei Jahren bei Branders tätig und verfasst auch einen Teil der Berichte. Für die technische Umsetzung und Programmierung ist Thomas Hausheer zuständig und um Funktionalität und hochwertiges Design optimal zu verbinden, haben wir mit Information Architects (iA) aus Tokyo und Zürich zusammengearbeitet.
Wie hängt das Magazin mit Ihrer Agentur zusammen - bringen Sie vorwiegend Marken, die Sie auch betreuen?
Nein, überhaupt nicht. Das Magazin hängt insofern mit Branders zusammen, als dass wir darin die Möglichkeit sehen, die Lebenswelten von Marken so zu portraitieren, wie wir sie sehen, nämlich als ein Erlebnis, als eine Geschichte in hochwertigen Bildern und ausführlichen Texten.
Wie finanziert sich "The Brander"?
Das Online-Magazin ist kostenlos, finanziert wird es durch Werbung. Diese soll aber sehr zurückhaltend sein. Wir sind zufrieden, wenn die Idee kostendeckend ist. Wir werden keine PR-Texte abdrucken und für die Bildstrecken greifen wir nicht auf Werbematerial zurück. Wir wollen mit den besten Fotografen und Journalisten zusammenarbeiten, die unser Verständnis von Qualität teilen.
Wen wollen Sie damit ansprechen?
Die Leserschaft von "The Brander" ist international und weltoffen. Urban, wohnhaft in den Grossstädten Europas, der USA und Asien, stilvoll, gebildet und im Design-, Wirtschafts- oder Kulturbereich tätig und interessiert an Branding. Idealerweise so viele wie möglich (lacht).
Ganz persönlich: Welche Marke und ihre Geschichte dahinter gefällt Ihnen am besten?
Generell Tom Ford. Und von den in der ersten Ausgabe erscheinenden Geschichten Dean & Deluca. Ich habe Giorgio Deluca in seinem New Yorker Loft getroffen und die Begegnung mit diesem spannenden Markenmacher hat genau das bewirkt, was eine gute Marke anstreben sollte: An jedem Kontaktpunkt mit der Marke dasselbe Lebensgefühl erzeugen. Seit ich ihn getroffen habe, trinke ich sonntags meinen Cappuccino noch lieber aus der Dean & Deluca Tasse.
Interview: Christine Schnyder

