Die Kioskhändlerin Valora wagt sich ins Onlinegeschäft vor, wie der "Sonntag" schreibt. Mit der Website pressbooks.ch greift Valora marktführende Buchhändler wie Orell Füssli und Ex Libris an. Ein grosser Schritt, der bisher nicht öffentlich kommuniziert wurde, obwohl die Website schon seit Herbst online ist. "Wir wollten vor der offiziellen Kommunikation alle Kinderkrankheiten ausmerzen", sagt Hanspeter Büchler, Leiter der Sparte Press & Books bei Valora im "Sonntag".
Der Onlineshop funktioniere bereits vielversprechend, die Verkäufe lägen ohne grosse Werbemassnahmen über den Erwartungen. Während in den Läden das Angebot auf 1500 bis 3000 Buchtitel beschränkt ist, sind es auf pressbooks.ch rund 2,5 Millionen. Im Gegensatz zu Exlibris.ch oder Books.ch liefert Valora das bestellte Buch aber nicht an die Heimadresse des Kunden, sondern in einen der eigenen Press-&-Books-Läden nach Wahl. Dort kann der Kunde das Buch dann abholen. Ein Preiskampf ist aber nicht zu erwarten: "Wir profilieren uns über den praktischen und kostenlosen Abholservice, nicht in erster Linie über den Preis", sagt Büchler. Gut möglich, dass pressbooks.ch erst der Anfang einer grösseren Online-Strategie von Valora ist. "Wir möchten vermehrt unsere attraktiven Standorte mit ihren langen Öffnungszeiten für die Distribution von Online-Artikeln nutzen", so Büchler im "Sonntag". Man prüfe deshalb eine Erweiterung der Abholstationen, "sodass man in Zukunft die bestellten Online-Artikel auch an einem unserer rund 1000 Kioske abholen kann." (Sonntag)

