Ein Gericht in Illinois hat den Tabakkonzern Philip Morris USA auf eine Schadenersatzzahlung von 10.1 Mrd. Dollar (14 Mrd. Franken) verurteilt. Phillip Morris habe mit der Beschriftung "Light" die Konsumenten getäuscht. Die Raucher von Marlboro Light und Cambridge Light hätten dadurch geglaubt, dass diese Marken nicht in so starkem Masse gesundheitsschädlich seien wie die regulären Marken, befand das Gericht. Phillip Morris informierte am Freitag (Ortszeit) über den Gerichtsentscheid.
Das Gericht habe entschieden, dass Philip Morris den Klägern einen Schadenersatz von 7.1 Mrd. Dollar und eine Entschädigung mit Strafcharakter von 3.0 Mrd. Dollar zahlen müsse, hiess es. Die Anwälte der Kläger hatten eine Entschädigung mit Strafcharakter (punitive damages) in der doppelten Höhe gefordert. Die Klage wurde von 1.1 Millionen Raucherinnen und Rauchern getragen. Das Unternehmen ist ausserdem mit anderen Klagen konfrontiert. Ähnliche Klagen laufen auch gegen R. J. Reynolds sowie Brown and Williamson.

