Allein mit Telefonbüchern erwirtschaftete PubliGroupe 1999 einen Jahresumsatz von rund 75 Mio. Franken und eine satte Umsatzrendite von rund 20 Prozent. PubliGroupe ist mit seinem Unternehmensbereich PubliDirect (in Zusammenarbeit mit Swisscom) bereits in der Schweiz und in Frankreich auf dem Gebiet der Weissen und Gelben Seiten sowie der elektronischen und Internet-basierten Verzeichnisse tätig. Neuster Coup ist der Erwerb eines 40-Prozent-Anteils an der Hamburger G+J Medien-Vertrieb GmbH, einer Tochtergesellschaft der Gruner + Jahr ("persoenlich.com" von gestern). PubliDirect-Chef Robert Schmidli nimmt Stellung.

Allein mit Telefonbüchern erwirtschaftete PubliGroupe 1999 einen Jahresumsatz von rund 75 Mio. Franken und eine satte Umsatzrendite von rund 20 Prozent. PubliGroupe ist mit seinem Unternehmensbereich PubliDirect (in Zusammenarbeit mit Swisscom) bereits in der Schweiz und in Frankreich auf dem Gebiet der Weissen und Gelben Seiten sowie der elektronischen und Internet-basierten Verzeichnisse tätig. Neuster Coup ist der Erwerb eines 40-Prozent-Anteils an der Hamburger G+J Medien-Vertrieb GmbH, einer Tochtergesellschaft der Gruner + Jahr ("persoenlich.com" von gestern). PubliDirect-Chef Robert Schmidli nimmt Stellung.
Herr Schmidli, was ist das Ziel der neuen Partnerschaft?
Zur grundsätzlichen Strategie unseres Unternehmen gehört die Auslandsexpansion. Wobei ich vom nahen Ausland spreche. In Frankreich sind wir bereits tätig; Deutschland ist nur ein logischer Schritt. Generell ist es sehr schwierig, aquisatorisch etwas zu erwerben. Gruner + Jahr sind auf uns zugekommen, da sie selber über kein so grosses Know-how wie wir verfügen.
Inwiefern unterscheidet sich Ihre Partnerschaft von der der Schweizer Post und Bertelsmann?
Die Post und Bertelsmann sind rein im Datenbereich sprich im Datendirectmarketing tätig. Wir werden hingegen absolut im Bereich Businessverzeichnisse bleiben.
Was für ein Interesse hat der vorallem in Norddeutschland tätige G+J Medien-Vertrieb an einem Partner aus der Schweiz?
In erster Linie natürlich unser Know-how ein sehr spezifisches Know-how und nicht einfach ein Verlags-Know-how, dass man einkaufen kann. Und dann bestehen schon seit Jahren Kontakte...
Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz konkret funktionieren?
Indem wir eine Art gemeinsame Geschäftsleitung bilden werden. Ziel ist es, in sehr enger Zusammenarbeit Bestehendes zu verbessern und neue Produkte zu entwicklen. Ein besonderer Schwerpunkt wird neben der Weiterführung des Branchenverzeichnisses "Hamburger Branchen" die Lancierung ähnlicher Produkte in Hannover und Bremen sein. Wobei wir uns noch vieles mehr vorstellen könnten.
Was sind mögliche Folgen auf das operative Geschäft in der Schweiz?
Im Moment gibt es gar keine. Ausser, dass wir mögliche Synergien ausnutzen und vom Erfahrungaustausch profitieren werden.
Kürzlich hat die PubliGroupe versucht, die britische Nummer Zwei, Thompson Directories, zu übernehmen. Ein Projekt, das sich jedoch zerschlagen hat. Welches ist Ihr nächster Übernahmekandidat?
Der Markt in Europa ist sehr, sehr eng. In nahezu jedem Land hat es ein, zwei grosse Anbieter und damit ist der Markt zu. Thompson Directories war einer der wenigen Fälle, der zur Disposition stand und soviel ich weiss auch gerade wieder steht. Bei uns steht zur Zeit jedoch kein weiteres Projekt im Raum.

