30.07.2020

APG|SGA

Rote Zahlen wegen Werbeflaute

Die Coronakrise hat im ersten Halbjahr die Umsätze des Aussenvermarkters um rund 30 Prozent einbrechen lassen. Dennoch blickt das Unternehmen zurückhaltend zuversichtlich in die Zukunft.
APG|SGA: Rote Zahlen wegen Werbeflaute
Der Umsatz bei der AGP ging im ersten Halbjahr 2020 markant zurück. (Bild: APG|SGA)

Lockdown und Homeoffice haben sich auf die Halbjahreszahlen des Aussenvermarkters APG|SGA niedergeschlagen. «Der Start in das Jahr verlief zunächst sehr erfreulich», heisst es im Aktionärsbrief vom Donnerstag. Ab März sei die Umsatz- und Ergebnisentwicklung dann als direkte Folge der Covid-19-Pandemie von einem Tag auf den anderen massiv beeinträchtigt worden. «Die daraus resultierenden Umsatzrückgänge vor allem im 2. Quartal trafen das Unternehmen unmittelbar und äusserst heftig», schreibt die APG.

Für das erste Semester 2020 resultierte ein Umsatzrückgang von 29,2 Prozent auf noch 107,8 Millionen Franken. Die «massive Umsatzreduktion» habe «trotz strikten Sparmassnahmen» das operative Resultat stark beeinflusst. Für die Berichtsperiode resultierte auf Stufe EBIT ein Verlust von 5,1 Millionen Franken nach einem Gewinn von 24,4 Millionen Franken im Vorjahr. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr beläuft sich auf ein Minus von 5,1 Millionen Franken (Vorjahresperiode 19,4 Millionen Franken). APG verfügt zum Semesterende über flüssige Mittel in der Höhe von 44,9 Millionen Franken.

«Erste Erholungstendenzen»

Im Heimmarkt Schweiz lagen die Werbeerträge von der APG im ersten Halbjahr 2020 mit 103,5 Millionen Franken um 28,6 Prozent unter dem Vorjahr. «Überdurchschnittlich von Annullationen und Kompensationsforderungen getroffen wurden aufgrund der reduzierten Frequenzen die Angebote in den Kommunikationsräumen Bahnhöfe, ÖV, Flughafen sowie das Promotionsflächengeschäft», heisst es in der Mitteilung. Vom Umsatzrückgang besonders betroffen seien die Monate März, April und Mai gewesen. Gegen Ende Mai und im Juni hätten sich «erste Erholungstendenzen» gezeigt.

Härter von der Krise getroffen wurde das Geschäft in Serbien. Die APG-Tochtergesellschaft Alma Quattro musste einen Umsatzverlust von 40,5 Prozent auf 4,3 Millionen Franken hinnehmen.

Die AGP blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. «In den letzten Wochen waren bei den Agenturen und Kunden erste Anzeichen einer gewissen Belebung der Aktivitäten festzustellen. Deshalb wurde die Kurzarbeit bei der APG mittlerweile stufenweise aufgehoben, um die operativen Voraussetzungen für eine aktive Marktbearbeitung zu schaffen», heisst es. Auch hätten die schrittweisen Lockerungen der einschränkenden Massnahmen seit Mai gezeigt, wie sehr es die Bevölkerung geniesse, wieder «Out of Home» zu sein. «Das sind gute News für die Beachtung der Werbeflächen und führen seitens der Werbetreibenden wieder zu vermehrten Offertanfragen und Buchungen.»

Trotz dieser positiven Indikatoren würden die Rahmenbedingungen sowohl bezüglich des Verlaufes der Covid-19-Pandemie als auch der konjunkturellen Entwicklung aber schwierig einschätzbar bleiben. Eine Prognose für den Geschäftsverlauf des 2. Halbjahres sei daher derzeit nicht zuverlässig machbar. (pd/cbe)



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