"Wir müssen die Fäden der schweizerischen Ideenvielfalt enger knüpfen." Dieser Überzeugung ist Bundesrat Joseph Deiss. Am ersten Swiss Science Forum äusserte sich der Wirtschaftsminister zum Innovationsstandort Schweiz.
Die Schweiz sei ein guter Platz für Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg, sagte Deiss am Dienstag den Teilnehmern am Swiss Science Forum, der nationalen Plattform für den Aufschwung, in Bern. Immerhin habe er in jüngster Zeit wiederholt Schweizerinnen und Schweizer für ihre herausragenden Leistungen auszeichnen dürfen. Und dennoch: "Wir sind im internationalen Vergleich zurückgefallen; die anderen haben aufgeholt", erklärte Deiss weiter. Vor allem entsprächen aber die Rahmenbedingungen nicht mehr den Erfordernissen der Zeit.
Reformen anpacken
Für den Bundesrat ist klar: "Das zwingende Gebot der Stunde für Politik und Wirtschaft ist es daher, endlich die nötigen Reformen anzupacken. Nur so finden wir aus der Stagnation heraus." Deiss appellierte auch an die Unternehmer, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende ihre Kreativität entfallten und Produkte auf den Markt bringen können. "Denn innovatives Denken und Handeln ist nicht nur der Motor einer erfolgreichen Unternehmenung, es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Steigerung des Wachstums." Auch das Bildungssystem müssen den neuen Anforderungen angepasst werden: "Die Resultate der PISA-Studie sollten uns aufhorchen lassen."
Mit den Bedürfnissen auseinandersetzen
"Wir müssen uns mit den künftigen Bedürfnissen des Weltmarktes auseinandersetzen. Dabei sind starke Leistungen in Bildung, Forschung und Technologie unser Wettbewerbsvorteil", zeigte sich Deiss überzeugt. Das gemeinsame Ziel müsse sein, die Attraktivität des Standortes Schweiz zu sichern und weiter zu steigern. "Denn so schaffen wir ein nachhaltiges Wachstum."

