14.08.2025

TV-Werbung

SRG unterstützt nun auch Replay-Werbung

Ab November 2025 werden die TV-Anbieter gemeinsam mit den Verbreitern und den Vermarktern das weiterentwickelte Modell für sogenannte Replay-Ads umsetzen.

Was private TV-Unternehmen wie CH Media, Seven.One Entertainment Group und RTL Deutschland zusammen mit den Verbreitern bereits 2022 initiiert haben, wird zur flächendeckenden Branchenlösung. Neu wird auch die SRG in ihren linearen TV-Programmen die sogenannten Replay-Ads einsetzen. Das steht in einer gemeinsamen Medienmitteilung von Verband Schweizer Privatfernsehen (VSPF) und SRG. 

«Ein Anliegen, den Werbemarkt zu stärken»

Walter Bachmann, Generalsekretär der SRG, kommentiert den Schritt so: «Für die SRG ist es ein Anliegen, den Schweizer Medienplatz als Ganzes zu stärken – dazu gehört auch der Werbemarkt.»

Heute werden rund 30 bis 40 Prozent der TV-Inhalte in der Schweiz zeitversetzt konsumiert – Tendenz steigend. Replay-Ads bieten die Möglichkeit, den damit verbundenen Rückgang im klassischen TV-Werbemarkt mindestens teilweise zu kompensieren.

Bei der Weiterentwicklung des nun in der Branche vereinbarten einheitlichen Modells wurde eine möglichst nutzerfreundliche Umsetzung angestrebt, die sich am veränderten Sehverhalten orientiert. So wird die Werbung gezielt beim Start, Pausieren oder Vorspulen von Inhalten eingeblendet und präzise einsetzbar an die heutigen Nutzungsgewohnheiten angepasst und mit punktgenauem Wiedereinstieg in das Programm.

Private Sender als Wegbereiter

Bereits seit Oktober 2022 setzen private TV-Gruppen wie CH Media, Seven.One Entertainment Group und RTL Deutschland auf das Replay-Modell. Dank der Weiterentwicklung gemeinsam mit den Verbreitern und den Vermarktern wird das Produkt für Werbetreibende nochmals attraktiver gestaltet.

Ab November 2025 wird Replay-Werbung erstmals auch von der SRG mitgetragen – ein bedeutender Schritt hin zu einer flächendeckenden Branchenlösung, welche den Medienplatz nachhaltig stärkt. «Was wir 2022 als wirtschaftlich notwendige Innovation begonnen haben, wurde nun von der Branche gemeinsam weiterentwickelt – ein klares Bekenntnis zur Stärkung des TV-Werbemarkts in der Schweiz», lässt sich Wolfgang Elsässer, Leiter TV National CH Media und Präsident des Verbands Schweizer Privatfernsehen VSPF, in einer gemeinsamen Medienmitteilung zitieren.

Die technische Ausführung erfolgt wie bis anhin plattformübergreifend durch alle an der Branchenlösung teilnehmenden Verbreiter, darunter Swisscom, Sunrise, Quickline, Salt, Zattoo und Teleboy.

Die Geschäftsführer der beiden Verbreiterverbände, Swissstream und Suissedigital, Patrick Dehmer und Simon Osterwalder, halten fest: «Die Replay-Branchenlösung zeigt, dass ein tragfähiger Interessensausgleich ohne Regulierung möglich ist und dabei kundenfreundliche und wirtschaftlich stabile Lösungen zwischen den Akteuren gefunden werden können.» (pd/nil)


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KOMMENTARE

Peter Tschudi
17.08.2025 08:35 Uhr
Als Ex-SRG-ler (und nicht-SVP-ler) bin ich FÜR die 200 Franken Initiative. Es würde zwingen zu einer Konzentration auf die Kernpunkte der Konzession, sprich: das mittlerweile unüberschaubare Angebot (und auch die Struktur) seriös zu sortieren. Eines muss man dem Management der SRG (SRF) aber schon lassen: Das unheimliche Gespür für Fettnäpfchen, in die auch zuverlässig reingetreten wird. . Ein jahrzehntelang beim Publikum eingebrannter "Brand" leichtsinnig wechseln (DRS-SRF) . Beliebte Sendungen abschaffen . UKW per vorauseilendem Gehorsam still-legen (Grüsse auch von TMC Navi User&innen) . Werbung als Pflicht-Sendung (kein Entfliehen mehr möglich vor Bettwaren Werbung) Gibt zusammen mindestens 5% Ärger und verhilft zu einem komfortablen 55% Ja für die 200 Franken Initiative ..
Hans-Ulrich Büschi
15.08.2025 11:29 Uhr
Peter Eberhrd hat m.E. recht mit der Steilvorlage für die unsägliche 200-Franken-Initiative. Was sagt das Sprichwort: "Nur die allergrössten Kälber wählen ihre Metzger selber". Wieso nur hat man auf den Chefetagen von SRG und Swisscom diesen Entscheid nicht erst nach der Volksabstimmung über die Initiative getroffen? Immerhin, ein Trost bleibt: das gute alte (und noch immer werbefreie) Radio, wenn auch nur noch auf DABplus.
Peter Eberhard
15.08.2025 10:33 Uhr
"Tragfähiger Interessenausgleich"? Und "kundenfreundlich"? Die Zuschauer sind also ganz offensichtlich keine Kunden, denn diese wünschen sich das mit Sicherheit nicht. Jetzt müssen wir uns also wie im übrigen Europa diesen zu 90% Werbeschrott auch beim Replay zumuten. Bei unveränderter Mediensteuer von 335 CHF. Schöne Steilvorlage für die 200 CHF-Initiative.
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