Der Lausanner Werbe- und Medienkonzern PubliGroupe vermeldet für das letzte Jahr einen Konzernverlust von 185 Mio. Franken. Begründet wird das stark defizitäre Ergbnis mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, mit einer zu schnellen und zu breit angelegten Entwicklung im Online-Geschäft sowie mit der gescheiterten Investition in die amerikanische Werbeagenturen-Gruppe Panoramic Communications. Die Aufwendungen, die ausserordentlichen Faktoren sowie abgetretenen oder geschlossenen Gesellschaften zuzuschreiben sind, belaufen sich auf 230 Mio. Franken. Ohne diese einmaligen Einbussen, die sowohl das Betriebsergebnis als auch das Finanz- und das ausserordentliche Ergebnis belasten, hätte der Konzern ein positives Ergebnis von 45 Mio. Franken erzielt, wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. Im Jahr 2002 wird daher eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet. Wegen der schlechten Geschäftszahlen will der Verwaltungsrat auf eine Dividende verzichten.
Diese ausserordentlichen Verluste sind gemäss eigenen Angaben auf folgende Ursachen zurückzuführen: 80 Mio. Franken sind dem Betriebsverlust sowie dem Aufwand für Umstrukturierung und Goodwill-Abschreibung der Gesellschaften des vormaligen Bereichs PubliOnline zuzuschreiben, namentlich der im Oktober 2001 abgetretenen Real Media; 105 Mio. Franken rühren von der Abschreibung der Gesamtinvestition in die amerikanische Panoramic-Gruppe her, in welche PubliGroupe nicht mehr investieren will; 22 Mio. Franken sind einer Transaktion im Rahmen der Minderheitsbeteiligung der Basler Medien Gruppe zuzuschreiben; 23 Mio. Franken schliesslich resultieren aus einer Wertberichtigung der eigenen Aktien in der Bilanz von PubliGroupe.

