07.01.2016

Charlie Hebdo

20'000 Exemplare für die Romandie bestellt

Die Sonderausgabe wird weniger nachgefragt als die erste Ausgabe nach dem Anschlag.

Die Sonderausgabe der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" ein Jahr nach dem islamistischen Überfall findet in der Westschweiz einen guten Absatz. Die Nachfrage ist aber nicht so reissend wie im Januar 2015 für die erste Ausgabe kurz nach dem Anschlag in Paris. Die 20'000 für die Romandie bestellten Exemplare, seit Mittwoch im Verkauf, sollten die Nachfrage decken können, wie es bei der Westschweizer Kiosk-Kette Naville Presse auf Anfrage hiess.

Für die Deutschschweiz waren keine aktuellen Zahlen erhältlich. Vor einem Jahr waren dort von Valora insgesamt nur rund 500 Exemplare an Kioske verteilt worden. In der französischsprachigen Schweiz waren vor den Anschlägen vom 7. Januar 2015 jeweils 750 Exemplare von "Charlie Hebdo" im Verkauf. Seither sind es 2500. In Frankreich, wo am Mittwoch eine Million Exemplare in den Verkauf kamen, bildeten sich vor den Kiosken - anders als vor einem Jahr - keine langen Schlangen mehr. Die Sonderausgabe der Wochenzeitung mit einem Gott als bewaffneter Täter auf dem Titel umfasst 32 statt sonst 16 Seiten.

Sie erinnert an den Terroranschlag vor einem Jahr. Ein islamistisches Mordkommando hatte am 7. Januar 2015 die Redaktion von "Charlie Hebdo" überfallen. An den beiden Folgetagen wurden zudem eine Polizistin erschossen und ein Supermarkt für koschere Lebensmittel angegriffen. Die Terroristen töteten an den drei Tagen insgesamt 17 Menschen, darunter die prägenden Karikaturisten des Satireblattes. Auch die drei Islamisten kamen ums Leben. (sda)


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