80 Werke sind für den internationalen Wettbewerb des Video- und Experimental-Festivals "Videoex" in Zürich nominiert worden. Das Festival findet vom 10. bis 19. Mai im Kino Xenix und in den Zeughäusern 2 und 5 statt. Das Festival stelle die aktuellen Trends und wegweisenden Entwicklungen der internationalen und schweizerischen Experimentalfilm- und Videoproduktion vor, hiess es am Dienstag an einer Medienorientierung. Es gebe einen umfassenden Überblick über die gegenwärtigen Tendenzen bezüglich Inhalt, Stil sowie visueller und konzeptioneller Umsetzung technischer Neuerungen.
Die Bandbreite der für den Wettbewerb nominierten Arbeiten reiche von Videokunst bis zu klassischen Materialfilmen. Das Programm bietet 490 Minuten aktuelles Experimentalfilmschaffen. Die Werke wurden aus über 1000 Bewerbungen aus 38 Ländern ausgewählt. Für den Schweizer Wettbewerb wurden 15 Werke aus 140 eingereichten Beiträgen ausgewählt.
Michael-Snow-Retrospektive
Das Festival umfasst auch Spezialprogramme sowie trendig-innovative Liveacts. Gezeigt wird eine umfassende Retrospektive mit Werken des 73-jährigen kanadischen Experimentalfilmers Michael Snow aus den Jahren 1957 bis 2002. In einem Überblick über den strukturellen Experimentalfilm der 60er und 70er Jahre sind Werke der Österreicher Kurt Kren und Peter Kubelka sowie der Amerikaner Tony Conrad, Hollis Frampton und Paul Sharits zu sehen. Ein weiterer Höhpunkt des Festivals seien die selten gezeigten Singlescreen-Arbeiten des amerikanischen Künstlers Doug Aitken unter dem Titel "I am an Essentialist", erklärte Organisator Patrick Huber.
Als Programmschwerpunkt bezeichnet werden überdies die Film- und Videoarbeiten unter dem Titel "Deranged Frames". Es werde dabei eine Brücke geschlagen von älteren und neusten Produktionen. Es sind allesamt Werke, die mit Einzelbildern und der Störung der Bildabfolge experimentieren.
Amerikanischer Undergroundfilm


