27.03.2026

NZZ

Aktivisten stören Podium mit Eric Gujer

Klimaaktivisten haben eine NZZ-Veranstaltung unterbrochen und die Klimaberichterstattung angeprangert.
NZZ: Aktivisten stören Podium mit Eric Gujer
Aktivistinnen und Aktivisten haben am Donnerstagabend NZZ-Chefredaktor Eric Gujer bei einer Podiumsdiskussion unterbrochen. (Bild: Drop Kollektiv)

Vier Aktivisten des Drop Kollektivs haben am Donnerstagabend eine Podiumsdiskussion im NZZ-Gebäude kurzzeitig unterbrochen. Die Gruppe drang an den Bühnenrand vor und richtete Vorwürfe an NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. Die Aktivisten wurden vom Publikum ausgebuht.

Laut NZZ hatten die Personen regulär Tickets erworben. «Die Situation konnte rasch geklärt werden, die Gruppe wurde aus dem Saal verwiesen, und die Veranstaltung wurde planmässig fortgesetzt», schreibt Kommunikationsleiterin Karin Heim auf Anfrage von persoenlich.com. Die Sicherheit der Teilnehmenden sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Grundsätzlich gelte: Die NZZ stehe für den offenen Austausch von Meinungen, so Heim. «Aktionen, die den Ablauf von Veranstaltungen stören, tragen jedoch nicht zu einem solchen Dialog bei.»

Das Drop Kollektiv wirft der NZZ eine systematische Verharmlosung des wissenschaftlichen Konsenses in der Klimakrise vor und fordert NZZ-Abonnenten zur Kündigung auf. (cbe)


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KOMMENTARE

Tom Marti
31.03.2026 13:22 Uhr
@DaniloMonteduro: Genau hier liegt das Problem. Der "wissenschaftliche Konsens" besteht darin, dass wissenschaftliche Beiträge, die den Alarmismus nicht teilen, als falsch betitelt werden und sofort mit "Flacherdler" in Verbindung gebracht werden. Insofern ist es ein "Konsens unter Gleichgesinnten". Der Klimawandel ist durchaus differenziert zu betrachten.
Danilo Monteduro
30.03.2026 09:18 Uhr
@Thomas Lüthi Differenzierte Berichterstattung tut immer gut. Aber beim Thema Klima ist es weniger eine Frage der „Meinungsvielfalt“, sondern eben der Fakten. Die Erderwärmung lässt sich nicht in den Bereich der Ideologie verschieben, denn sie passiert, global messbar und wissenschaftlich eindeutig belegt. Du erwähnst „Alarm-Modus“... Spannend, angesichts der aktuellen Rekordtemperaturen, der schmelzenden Gletscher und extremen Wetterereignisse sollten wir tatsächlich alarmiert sein. Wenn das Haus raucht, nennt man es ja auch nicht “Alarmismus”, sondern schlicht “aufstehen und löschen”. Über das Wie lässt sich politisch gern streiten, aber das Ob ist keine Meinungsfrage mehr.
Ueli Custer
30.03.2026 07:45 Uhr
Nachdem die NZZ bzw. ihr Chefredaktor Eric Guyer im Vorfeld der US-Präsidentenwahlen Donald Trump als wählbaren Kandidaten darstellte, habe ich das Abo gekündigt. Ich weiss deshalb nicht, ob Guyer inzwischen zur Vernunft gekommen ist. Vielleicht ist er ja inzwischen erwacht und hat eingesehen, mit welchem Narzissten sich die Welt mit Trump jetzt herumschlagen muss.
Thomas Lüthi
27.03.2026 10:41 Uhr
Die NZZ gehört zu den wenigen Zeitungen, die über die Klimaerwärmung und deren Folgen nicht ständig im Alarm-Modus berichten, sondern nüchtern und pragmatisch. Dass linke Aktivisten die Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit gerade in der Klimafrage abschaffen möchten, ist bekannt und macht traurig. Aber so ist es halt bei Ideologinnen und Ideologen. Mit ihnen ins Gespräch kommen zu wollen, ist vertane Zeit. Ich konsumiere viele Medien, aber die NZZ schätze ich aufgrund ihres liberalen Profils besonders. Ich kann nur empfehlen, diese Zeitung zu abonnieren.
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